Welt 27.01.2026
11:43 Uhr

Kilometerlanger Erdrutsch zerreißt Stadt in Italien – 1000 Einwohner müssen ihre Häuser verlassen


Mehr als 1000 Menschen müssen im Süden Siziliens ihre Häuser verlassen. Nach heftigen Regenfällen kam es in der Kleinstadt Niscemi zu einem schweren Erdrutsch, der sich über vier Kilometer erstreckte. Weitere Hangabbrüche können nicht ausgeschlossen werden.

Kilometerlanger Erdrutsch zerreißt Stadt in Italien – 1000 Einwohner müssen ihre Häuser verlassen

Nach einem Erdrutsch im Süden der italienischen Insel Sizilien sind mehr als 1000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Auf einer Länge von vier Kilometern war in der Kleinstadt Niscemi infolge heftiger Regenfälle am Sonntag ein Hang abgerutscht, mehrere Häuser gerieten nach Behördenangaben vom Montag bedrohlich nahe an die Abbruchkante. Der italienische Zivilschutz ordnete eine Evakuierung im Umkreis von vier Kilometern an. Todesfälle oder Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. „Die Situation verschlechtert sich, da weitere Abbrüche verzeichnet wurden“, sagte Bürgermeister Massimiliano Conti örtlichen Medien. Conti sprach gegenüber dem „ Corriere della Sera (verlinkt auf https://video.corriere.it/cronaca/l-enorme-frana-a-niscemi-vista-dall-alto-mille-evacuati-situazione-drammatica/8d8c7a9e-82e5-46b8-910c-0c335d900xlk) “ von einem „dramatischen Moment“. Videoaufnahmen vom Montag zeigten einen weiteren Hangabbruch, wodurch ein bereits beschädigtes Gebäude an der Abbruchkante zusammenstürzte. Eine darunter liegende Straße ist durch die Geröllmassen blockiert. Die Schulen in der Kleinstadt blieben am Montag geschlossen. Die Südküste Siziliens war vergangene Woche von einem Sturm getroffen worden, der Küstenstraßen und Wohnhäuser beschädigt hatte. Der sizilianische Regionalpräsident Renato Schifani schätzte die Kosten der bereits entstandenen Schäden auf 740 Millionen Euro.