Nach den niedrigen Temperaturen wird es die nächsten Tage wärmer und wechselhaft – damit droht im Norden Glatteis. „Der winterliche Abschnitt endet, es geht über zu Tauwetter und deutlich milderen Temperaturen“, sagt ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Der Montag startet in Schleswig-Holstein und Hamburg zunächst mit Schnee, der später in Regen übergeht. Da dieser auf gefrorenen Boden trifft, muss mit Glatteis gerechnet werden. Die Stadtreinigung Hamburg ist entsprechend im Einsatz. \nAn der Nordsee gibt es vormittags starke Windböen, die jedoch später nachlassen. Schulen starten wie immer Nach einem Tag schneefrei am Freitag gibt es für die Schüler in Hamburg am Montag wieder normalen Unterricht. „Aktuell liegen keine Warnhinweise vor, die eine andere Entscheidung rechtfertigen würden“, hieß es. Einzig die Sporthallen seien mindestens bis Montagabend nicht nutzbar, da sie aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. An Hamburgs staatlichen Schulen war am Freitag der Präsenzunterricht für 250.000 Schülerinnen und Schüler wetterbedingt abgesagt worden, die Schulen blieben aber für eine Notbetreuung bis Klasse 6 geöffnet. Zuletzt war am 5. Dezember 2013 schneefrei gegeben worden, somit seit einer kompletten Schülergeneration nicht mehr, so die Behörde. Metronom kämpft mit Problemen Das Winterwetter führt zum Wochenbeginn erneut zu zahlreichen Zugausfällen im Regionalverkehr in Niedersachsen und Hamburg. Bei den Bahnunternehmen Metronom und Enno fallen am Morgen einige Züge aus, wie die Unternehmen auf ihren Internetseiten mitteilten. Beim Metronom sind unter anderem Verbindungen der Linie RE3 zwischen Uelzen und Hamburg sowie zwischen Uelzen und Hannover betroffen. Auch auf den Linien RB31 zwischen Hamburg und Lüneburg sowie RB41 zwischen Tostedt und Hamburg kommt es den Angaben zufolge zu Ausfällen. „Wir fahren auf allen Linien, allerdings mit Verspätungen und Zugausfällen!“, teilte das Bahnunternehmen mit. Bereits am Wochenende hatte das Winterwetter den Regionalverkehr in großen Teilen Norddeutschlands weitgehend lahmgelegt. Warnung vor dem Betreten von Eis Wer nach zwei Tagen mit zweistelligen Minusgraden auf Eislaufen auf Hamburgs Seen hofft, der täuscht sich. „Es gibt kein tragfähiges Eis in Hamburg“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Alle Behörden warnen seit Tagen vor dem Betreten der Eisflächen. Die Warnung sei nach wie vor aktuell. Bislang hätten sich alle in Hamburg auf die Warnung eingestellt, die Feuerwehr musste nicht ausrücken, weil Menschen ins Eis eingebrochen waren. Geburt in Auto Bei frostigen Temperaturen hat eine Frau in Rissen am Sonntagabend im Auto ein Baby zur Welt gebracht. Der werdende Vater war mit seiner Frau Richtung Krankenhaus unterwegs. Als klar war, dass sie es nicht mehr rechtzeitig schaffen, hielten sie an und riefen den Rettungsdienst. Ein Mitarbeiter begleitete dann übers Telefon die Geburt. Danach versorgten Rettungskräfte den Nachwuchs und die Frau. Anschließend ging es ins Krankenhaus nach Altona. Und das ist der Wetter-Ausblick Am Dienstag bleibt es wechselhaft mit Wolken, gebietsweise Regen und Nebel. Die Maximalwerte steigen auf 3 bis 5 Grad in Hamburg und Schleswig-Holstein. In Mecklenburg-Vorpommern liegen die Temperaturen bei 0 bis 3 Grad. Dort kann es immer noch Glatteis geben. Der Mittwoch soll noch milder werden, es kommt zu einem beachtlichen Temperatursprung, wie ein Sprecher des DWD mitteilt.