Hausärzte und Verbraucherschützer kritisieren die elektronische Patientenakte. Nur wenige Versicherte nutzen sie, denn die Akte hat kaum mehr zu bieten als ein Sammelsurium von PDF-Dokumenten, alte Ausgaben der Apotheken-Umschau und Fotos von Karl Lauterbach. Die Versicherten sind anderes gewöhnt und wünschen sich mehr Gimmicks und Features. Es müssten vor allem Videospiele in die Akte integriert werden. Die Patienten könnten dann den Verlauf ihrer Krankheiten am Bildschirm durchspielen und durch die richtigen Tools beeinflussen. Es besteht die Möglichkeit, virtuell Medikamente auszuprobieren oder zu visualisieren, in welchem Zustand man sich befinden würde, wenn man zehn Jahre regelmäßig Alkohol trinkt und raucht oder wenn man auf die Corona-Impfungen verzichtet hätte. Man kann auch abrufen, wen man alles überleben wird, und sich selbst 20 Kilo weniger und drei Zähne mehr geben. Je nach dem Status des Versicherten lässt sich auch das Datum des eigenen Todes verschieben. Aber man hat selbst als Kassenpatient, wie bei vielen klassischen Video-Games, wenigstens drei Leben.