Etwa 100 Kilometer vor dem Ziel der 170 Kilometer langen Etappe, die fünfte und letzte, geschah es: Zwei Kängurus lösten einen heftigen Crash aus und brachten Radprofi Jay Vine fast noch um den Gesamtsieg bei der Tour Down Under. Drei Radprofis – Menno Huising (Niederlande), Lucas Stevenson (Australien) und Alberto Dainese (Italien) – mussten das Rennen mit Verletzungen sogar aufgeben. Auch eines der Kängurus (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/australien-reisen/) war sichtlich angeschlagen und humpelte von der Straße. Der Australier Vine, UAE-Teamkollege von Rad-Weltmeister und Toursieger Tadej Pogacar (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/article68ea721820af185b19e10fe8/radsport-pogacar-knackt-historischen-rekord-von-fausto-coppi.html) , rappelte sich nach dem Crash wieder auf und brachte schließlich seinen Gesamtsieg noch sicher ins Ziel. „Alle fragen mich, was das Gefährlichste in Australien ist, und ich sage immer: Kängurus“, sagte Vine, der sein Heimrennen zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren gewann. „Zwei von ihnen stürmten durchs Peloton“, berichtet Vine „Sie lauern im Gebüsch, bis man nicht mehr bremsen kann, und dann springen sie plötzlich vor dich. Das hat sich heute wieder bewahrheitet. Zwei von ihnen stürmten durchs Peloton, als wir wahrscheinlich 50 km/h fuhren, und eines blieb stehen und rannte abwechselnd links und rechts, bis ich ihm schließlich in den Hintern krachte“, schilderte der Radprofi die Schrecksekunde. Einen guten vierten Gesamtrang belegte der Augsburger Marco Brenner, der in der Endabrechnung 1:14 Minuten hinter Vine lag. Die letzte Etappe gewann der Brite Matthew Brennan im Sprint. Die Tour Down Under ist stets der Auftakt der WorldTour im Radsport. Die Superstars wie Pogacar (Slowenien), Vuelta-Sieger Jonas Vingegaard (Dänemark) oder der deutsche Tour-Dritte Florian Lipowitz (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/article6957e6282ea5cd5da9e5d9cf/florian-lipowitz-dann-kommen-die-gedanken-ob-das-training-gereicht-hat.html) waren nicht am Start.