Welt 24.11.2025
23:15 Uhr

Israeli will 220.000 Euro für Rückholaktion der Block-Kinder erhalten haben – in bar


Der Israeli David Barkay schildert der Staatsanwaltschaft laut einem „Bild“-Bericht angebliche Anweisungen zur Rückholaktion der Block-Kinder und berichtet von Bargeldzahlungen und einem Schlüssel zum Entführer-Büro.

Israeli will 220.000 Euro für Rückholaktion der Block-Kinder erhalten haben – in bar

Der Prozess gegen die Steakhaus-Erbin Christina Block (Block House) wegen der mutmaßlichen Entführung ihrer Kinder ist derzeit bis zum 10. Dezember unterbrochen – die Verfahrensbeteiligten sollen Zeit bekommen, sich in eine Aussage einzulesen, die der führende Mitarbeiter eines israelischen Sicherheitsunternehmens, David Barkay, Anfang November vor der Hamburger Staatsanwaltschaft getätigt hatte. In einem „Bild“-Bericht werden nun weitere Details dieser Aussage genannt, von der bisher nur bekannt war, dass Barkay darin Block, die alle Vorwürfe stets zurückwies und für die die Unschuldsvermutung gilt, im Sinne der Anklage belastete. Der 68-jährige Barkay, Chef der Firma Cyber Cupula und früher Mitglied der geheimen Einheit „504“ der israelischen Armee, schilderte vier Tage lang in Hamburg seine Version der Ereignisse. Mit in den Mittelpunkt des Geschehens rückt dabei auch der mitangeklagte Familienanwalt Dr. Andreas C.. Christina Block habe den Auftrag erteilt und über den Juristen Anweisungen kommuniziert, so Barkay laut Protokoll. Die Kinder – für die ein Teddy und nach der Mutter riechende Kleidung mitgegeben worden sein soll –, sollten nach Deutschland gebracht werden, aus Sorge um ihre Sicherheit, wie ihm gesagt worden sei. Barkay: „Die Entführer hätten als ihr langer Arm fungieren und Theodor und Klara zu ihr zurückbringen sollen, ohne beide zu verletzen“, heißt es in dem „Bild“-Bericht, in dem zudem geschildert wird, dass Barkay den Ermittlern den Schlüssel zu Räumen, in denen das Entführer-Team untergebracht gewesen sein soll, übergab – diese sollen direkt über dem Büro von Anwalt Andreas C. in Hamburg gelegen haben. Laut Barkay habe der Anwalt „alles organisiert“ und die Infrastruktur bereitgestellt. Es habe direkte Anweisung für die Silvesternacht 2023/24 gegeben. Geldflüsse und Bargeldzahlungen Die Angaben zu den Zahlungen sind detailliert: Insgesamt soll Barkay 220.000 Euro erhalten haben. „In verschiedenen Abständen seien in bar 150.000 und 50.000 Euro von Block-Anwalt Andreas C. gezahlt worden“, heißt es. Einmal sogar im Büro des Juristen – in Anwesenheit dessen Sohnes. Weitere 20.000 Euro habe Frau Block persönlich übergeben. Schriftliche Vereinbarungen habe es nicht gegeben. Barkay, der von einem Hamburger Richter freies Geleit zugesichert worden war, behauptet zudem, eine Rechnung sei über eine Berliner Firma, die von einem früheren BND-Mitarbeiter geleitet werde, abgewickelt worden. Die Firma bestritt aus „Bild“-Anfrage jede Geschäftsbeziehung, räumt aber ein, dass es ein Telefonat mit Dr. C. gegeben habe. Verteidigung kritisiert Vorgehen der Staatsanwaltschaft Blocks Anwalt Ingo Bott reagierte empört: „Es wiegt schwer, dass die Staatsanwaltschaft nach Beginn der Hauptverhandlung einen Zeugen angehört hat, ohne das Gericht und die Verteidigung darüber zu informieren.\" Außerhalb der Hauptverhandlung wolle man zu Vorgängen keine Stellung beziehen.