Welt 20.01.2026
12:26 Uhr

Immer mehr junge Hamburgerinnen erkranken an Essstörungen


In Hamburg nimmt die Zahl der Mädchen und jungen Frauen mit Essstörungen stark zu. Als möglicher Einflussfaktor gelten soziale Medien und deren Schönheitsideale, weshalb Experten zu einem bewussten Umgang und gelegentlichem Digitalverzicht raten.

Immer mehr junge Hamburgerinnen erkranken an Essstörungen

In Hamburg haben zunehmend mehr Mädchen und junge Frauen eine Essstörung. Von 2018 bis 2023 sei die Zahl der Betroffenen um fast 30 Prozent gestiegen, von 14,1 auf 18,1 je 1000 Frauen, teilte die Barmer-Krankenkasse am Dienstag mit. Ein möglicher Grund für die Entwicklung seien die sozialen Medien und deren Einfluss auf Schönheitsideale, hieß es. Zwar lasse sich ein direkter Zusammenhang mit Krankenkassendaten nicht eindeutig belegen, Auswertungen der Barmer zeigten jedoch eine alarmierende Entwicklung (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wissenschaft_nt/article256067176/Essstoerungen-nehmen-stark-zu-vor-allem-unter-Maedchen.html) , hieß es. Um der Entwicklung krankhafter Selbstbilder und psychischer Belastungen vorzubeugen, sei ein verantwortungsvoller und reflektierter Umgang mit entsprechenden Inhalten wichtig, informierte die Krankenkasse. Wenn die Beschäftigung mit bestimmten Social-Media-Accounts (verlinkt auf https://www.welt.de/gesundheit/article68e8b6a8675f132d327b465d/instagram-und-tiktok-essstoerungen-besonders-maedchen-leiden-unter-druck-durch-soziale-medien.html) belaste, könne es sinnvoll sein, diesen zu entfolgen. Auch ein zumindest zeitweiliger Verzicht auf soziale Medien könne dazu beitragen, das Wohlbefinden zu steigern. Die aktuellen Angaben zu Essstörungen stammen aus dem Barmer Morbiditäts- und Sozialatlas. Dafür wurden Routinedaten der Krankenkasse anonymisiert durch das Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg) hochgerechnet. Die Barmer versichert bundesweit rund 8,3 Millionen Menschen, davon etwa 170.000 in Hamburg.