Entertainer Harald Schmidt begrüßt die aktuelle Rentendebatte. „Ich bin vor allem für die Debatte als solche“, sagte Schmidt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (verlinkt auf https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/harald-schmidt-spricht-ueber-rente-sohn-und-haftbefehl-110796260.html) . „Mir liegt das Gemeinwohl wahnsinnig am Herzen, aber ich kann am meisten für die Gemeinschaft tun, wenn ich durch zahlreiche Auftritte genügend Steuern zahle, um unser Sozialsystem zu finanzieren. Dafür brauche ich Themen.“ Er selbst erhalte seit zwei Jahren Rente: „Ungefähr 800 Euro staatlich, und 300 Euro von der bayerischen Versorgungskammer, bei der jeder Schauspieler, der auf Lohnsteuerkarte an Theatern arbeitet, aus guten Gründen einzahlen muss, denn die meisten hauen das Geld raus, wie sie es verdienen. Ich komme also auf ungefähr 1100 Euro brutto.“ Von der sogenannten Aktivrente (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article69140c7371dafa6e0afd0ea1/studie-aktivrente-koennte-33-000-vollzeitstellen-bringen-ein-minusgeschaeft-fuer-den-staat.html) , die im Januar in Kraft treten soll, profitiere er nur teilweise, erklärte der Moderator. Bei seinen Auftritten arbeite er nicht auf Lohnsteuerkarte, sondern auf Rechnung. Anders sei dies bei seiner Rolle als Kreuzfahrtdirektor im ZDF-„Traumschiff“. Dort könne er im Rahmen der Aktivrente „die ersten 2000 Euro“ steuerfrei erhalten, „und nur die restlichen 180 muss ich dann noch versteuern“. In dem „FAZ“-Interview berichtete Schmidt auch, dass er sich kürzlich mit seinem Sohn die Netflix-Dokumentation über den Rapper Haftbefehl angeschaut habe. Dabei sei „ein super Gespräch zwischen uns“ zustande gekommen. Sein Sohn habe alle Texte des Rappers gekannt, „und ich glaube jetzt, der Weg ist, ihm zu sagen, Haftbefehl, super, toll, aber hör dir doch auch mal den Erlkönig an“. Sorgen um Deutschland mache er sich nicht. Vor ein paar Wochen habe er in Köln eine Kurden-Demo, eine Demo gegen Antisemitismus und eine propalästinensische Demo beobachtet: „Da denke ich mir, guck mal an, was in Deutschland möglich ist.“ Mit Blick auf die Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), wegen der Migration gebe es ein „Problem“ im „Stadtbild“ (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article68f5fd457e2d7167e63bbb33/stadtbild-ich-weiss-nicht-ob-sie-kinder-haben-leitet-merz-seine-antwort-auf-die-frage-des-reporters-ein.html) , sagte Schmidt: „In der Politik sind Emotionen Fakten. Da können Sie noch so viel mit Analysen und Statistiken kommen, es geht darum, was die Leute empfinden, wenn sie erlebnisorientierte junge Männer sehen.“ Auf Nachfrage erklärte der Entertainer, sich „selbstverständlich“ noch auf Weihnachtsmärkte zu trauen. „Ich bin gerade erst in Ulm über den Weihnachtsmarkt gelaufen, als ich vom Motel One zum Bahnhof bin, um nach Weißenhorn zu kommen. War knallvoll. Meine These ist: Wenn ich keine Zeitung lese und keine Nachrichten schaue, kriege ich nichts von der angeblich schlechten Stimmung im Land mit“, so Schmidt.