Unter großem Applaus betrat Moderator Thomas Gottschalk die Bühne zur RTL-Spielshow „Denn sie wissen nicht, was passiert“. An seiner Seite: Seine beiden Co-Stars Günther Jauch und Barbara Schöneberger, die Schottenröcke trugen - offenbar eine Hommage an einen „Wetten, dass..?“-Auftritt Gottschalks im Schottenrock im Jahr 2000. Es sollte Gottschalks letzte Samstagabendshow werden: „Ich bleibe dabei, das habe ich immer gesagt“, so der Moderator. Im Publikum wurden Schilder mit der Aufschrift „Fernsehgott“ und „‚Wetten dass..?‘ wir Thommy vermissen werden“ hochgehalten. Jauch betonte, es solle eine schöne, lustige, spannende und abenteuerliche Show werden. Mit an Bord waren Moderator Jörg Pilawa, Sänger Giovanni Zarrella und Gottschalks langjähriger Freund, der Komiker Mike Krüger. Zu Beginn der Sendung trat Gottschalk gemeinsam mit Jauch und Schöneberger bei einem Ratespiel an, bei dem das Alter von Personen und Ereignissen geschätzt werden musste. Im Publikum war zu sehen, wie seine Frau Karina mitfieberte. Später setzten sich Jauch und Gottschalk für ein Gespräch zusammen. „Ich habe die beste Zeit erlebt, die es im Fernsehen gab“, sagte Gottschalk. Er „freue sich auf die Rente“. Über seine Krebsdiagnose spreche er nicht gerne, weil er Privates und Dienstliches eigentlich auseinanderhalten wolle. Diese sei „sehr selten und sehr gefährlich offensichtlich“. Es gehe ihm jedoch „ausgezeichnet“. „Karina hat mich zum Arzt geschleift, weil Männer gehen grundsätzlich nicht gerne zum Arzt“, erzählte Gottschalk dann aber trotzdem. Man habe ihm für die Operation einen Muskel im Oberschenkel durchschneiden müssen, darunter leide er immer noch. Die Bestrahlungen seien nicht schmerzhaft gewesen, man habe ihm aber gesagt, dass es anstrengend würde. Ihn strenge aber grundsätzlich nichts an, „nicht einmal Gespräche mit dir“, scherzte er in Richtung Jauch. Jauch fragte, ob der Krebs nun nach der Behandlung weg sei. „Man kann Daumen drücken und hoffen, dass es weg ist“, antwortete Gottschalk. Die Werte seien aber gut gewesen. „Ich muss hoffen, dass es so bleibt, und ich hoffe, dass es so bleibt. Ich bin ein positiver Mensch“, sagte er unter tosendem Applaus. Auch zu seinen Auftritten bei den Preisverleihungen von „Romy“ und „Bambi“ äußerte er sich. „Es gibt diesen sogenannten Brain Fog, den ich habe“, sagte Gottschalk, welcher zu später Stunde schlimmer werde. „Das Problem ist, dass man dann wirklich neben sich steht und dummes Zeug erzählt“. Das sei ihm zwar in seiner Karriere öfter passiert, doch da habe es niemand gemerkt, witzelte er abermals. Mike Krüger widmete dem Showmaster an einem sorgsam in Szene gesetzten Lagerfeuer noch einen Song, in dem er Gottschalks einprägsamsten TV-Momenten liebevoll gedachte. Dann verabschiedete sich der Showmaster mit seiner Frau Karina von der Bühne – noch einige Zeit, bevor die Show offiziell endete. Am Morgen hatte sich der Entertainer mit einer Videobotschaft an seine Fans gewandt. „Macht euch um mich bitte keine Sorgen“, sagte er in dem auf Instagram veröffentlichten Beitrag. „Ihr wisst, dass ich die Dinge positiv angehe. Das tue ich auch in diesem Falle.“ Wie das Nachrichtenportal „t-online“ (verlinkt auf https://www.t-online.de/unterhaltung/tv/id_101031712/rtl-gottschalk-und-der-tv-abschied-warum-die-show-gar-nicht-live-ist.html) berichtete, wird die Sendung „live on tape“ ausgestrahlt, die Produktion beginne leicht zeitversetzt zur Ausstrahlung. Diese Vorgehensweise sei in der TV-Branche üblich, um etwa auf mögliche Pannen reagieren zu können. Zu den Gründen und der genauen Verschiebung wollte sich der Sender dem Bericht zufolge nicht äußern.