Nach 14 Jahren Ehe mit Christian Ulmen ist Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes wieder Single – und auf Partnersuche. Dafür testet die 44-Jährige erstmals auch Dating-Apps. „Was ich als echten Vorteil der Apps empfinde, ist, dass man weiß, dass die Person dort ebenfalls sucht“, sagte Fernandes der „Zeit“ (verlinkt auf https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2025-12/collien-fernandes-online-dating-raya-beziehung-mutter/komplettansicht) . One-Night-Stands kämen für sie allerdings nicht infrage, sie suche jemanden „mit ernsten Absichten“. Auch setze sie bei ihrem Profil auf Ehrlichkeit statt Inszenierung. Deshalb habe sie auch ein Foto hochgeladen, das sie mit Hautausschlag zeigt – ausgelöst durch Lebensmittelallergien. „Ein neuer Partner fährt also mit dem Ausschlags-Gesicht in den Urlaub. Wenn der Mann damit ein Problem hat, haben wir ein Problem“, erklärt Fernandes. Das filtere viele Männer aus – was sie ausdrücklich als Vorteil empfindet. Ihre Prominenz sieht Fernandes bei der Partnersuche jedoch eher als Belastung denn als Vorteil. „Früher hatte kaum jemand Interesse an mir. Dann bist du im Fernsehen und auf einmal rennen dir sogar die hinterher, die dir damals einen Korb gegeben haben“, sagte Fernandes. „Ich bekomme auf den Apps in Deutschland schon mal 300 Anfragen am Tag.“ Allerdings fühlte sich die Masse an Anfragen weniger schmeichelhaft als „eher überfordernd“ an. Fernandes hat 2023 ihren Lebensmittelpunkt von Potsdam nach Mallorca verlegt, was unter anderem an einem Stalker lag, der die „Traumschiff“-Darstellerin nicht in Ruhe ließ (verlinkt auf https://www.merkur.de/boulevard/traumschiff-star-zieht-nach-spanien-um-tochter-hatte-kein-mitspracherecht-93690279.html?utm_source=chatgpt.com) . Auf der Plattform Raya beobachtet sie zudem eine extreme Form der Selbstinszenierung. „Auf Raya ist jeder schon eine Persiflage seiner selbst“, sagt Fernandes über halbnackte Personen, die sich vor Autos oder Booten präsentieren. Dabei gibt sich die Schauspielerin bei der Partnerwahl ausgesprochen selektiv – auch beim Äußeren. Fitnessstudio-Selbstdarsteller, die sogenannten Gym Bros, sortiere sie konsequent aus: „Den wische ich immer sofort weg.“ Ebenso klar ist ihre Haltung zur viel diskutierten Größenfrage: „Ich stehe ganz klar auf kleine Männer. Alles über 1,95 sortiere ich aus.“ Das sei nicht diskriminierend, sondern Ausdruck persönlicher Vorlieben. „Ich mag lieber die Ungekämmten. Als Frisur und als Lebenskonzept.“ Eine noch größere Rolle spielt für Fernandes jedoch die politische Haltung. „Eine echte Red Flag ist, wenn jemand in seinem Profil angibt, unpolitisch zu sein“, sagt sie. Politik betreffe alle Lebensbereiche. Wer das nicht verstehe, „ist raus“. Auch bei bestimmten Positionen zieht sie eine harte Grenze: „Eine weitere Red Flag wäre jemand, der Trump-Anhänger ist.“ Auch feministische Grundhaltungen sind für Fernandes nicht verhandelbar. Sie wolle keinen Mann, „der eine Tradwife will oder denkt, Putzen sei die natürliche Aufgabe der Frau“. Dass sie Mutter einer 13-jährigen Tochter ist, macht sie ebenfalls transparent: „Wer das nicht mag, schreibt mir hoffentlich erst gar nicht.“ Grundsätzlich sucht Fernandes jedoch keinen Partner um jeden Preis. Beziehungen könnten bereichern, aber auch verletzen. „Verletzungen schmerzen mehr, wenn sie vom Partner kommen“, sagt sie. Eine Freundin habe ihr dazu eine prägende Metapher mitgegeben: „Es ist wichtig, den eigenen Kühlschrank zu füllen.“ Wer emotional nicht aus Mangel handle, greife am Ende auch nicht zur „gammeligen Pizza“, sondern nur zu dem, „was man wirklich will“.