Welt 15.01.2026
11:56 Uhr

ISS-Crew mit angeschlagenem Astronauten kehrt vorzeitig zur Erde zurück


Es ist das erste Mal in der Geschichte der ISS: Die Nasa hat die vierköpfige Crew wegen eines medizinischen Problems vorzeitig zur Erde zurückholen müssen. Die Astronauten waren seit August an Bord und hätten eigentlich noch ein paar Wochen bleiben sollen.

ISS-Crew mit angeschlagenem Astronauten kehrt vorzeitig zur Erde zurück

Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine vierköpfige Astronauten-Besatzung wegen medizinischer Probleme vorzeitig zurück zur Erde geholt. Mit einem „Crew Dragon“ des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk landeten die vier Astronauten in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) vor der Küste des US-Bundesstaates Kaliforniens (etwa 9.42 Uhr MEZ), wie Live-Bilder der Nasa zeigten. Die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, der japanische Raumfahrer Kimiya Yui und der russische Kosmonaut Oleg Platonow waren seit Anfang August an Bord der ISS und hätten dort eigentlich noch ein paar Wochen bleiben sollen. Weniger als eine Stunde nach dem sogenannten Splashdown verließen die vier Astronauten mit Unterstützung nacheinander die Kapsel und wurden von SpaceX-Mitarbeitern auf einem Schiff mit Jubel und Applaus empfangen, wie in der Nasa-Übertragung zu sehen war. Bevor die Crew aufs Festland geflogen wurde, stand zunächst eine routinemäßige medizinische Untersuchung an. Jeder Aufenthalt im All ist eine enorme körperliche Belastung. In der vergangenen Woche hatte die Nasa zuerst einen Außeneinsatz an der ISS wegen gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds kurzfristig abgesagt – und dann mitgeteilt, dass sie wegen des Problems die komplette vierköpfige Crew vorzeitig zurück zur Erde holen werde. Zur Identität des Crew-Mitglieds und zu Details der gesundheitlichen Probleme wollte sich die Nasa aus Gründen der Privatsphäre nicht äußern. Das Mitglied der „Crew 11“ sei in stabilem Zustand, hieß es. Man wolle aber sichergehen und die bessere medizinische Versorgung nutzen, die auf der Erde möglich sei.