Welt 22.12.2025
14:56 Uhr

Hymnen kann man nie genug singen


An Bayerns Schulen sollen es künftig drei sein.

Hymnen kann man nie genug singen

Die Deutschen singen zu wenig, obwohl sie laut ihrer Nationalhymne dafür Sorge tragen müssen, dass deutscher Sang in der Welt seinen guten alten Klang behalten soll. Damit wären wir auch schon beim Stichwort. Die CSU-Jugend, zu der alle CSU-Mitglieder unter 60 gehören, fordert die Hymnenpflicht bei der Zeugnisvergabe. Gleich drei Hymnen sollen angestimmt werden, nämlich die nationale, die bayrische und die europäische. Diese Forderung kann man nur unterstützen. Unsere trübsinnige Nationalhymne ist ja die gesungene Deutschlandfahne und wird meistens auch auf Halbmast vorgetragen. Da haut die Bayernhymne schon mehr rein, wo es heißt: „Frohe Arbeit, frohes Feiern, reiche Ernten jedem Gau, Gott mit dir du Land der Bayern, unterm Himmel weiß und blau.“ Und nicht schwarz und rot und gold. Die Europahymne bezaubert mit Worten so unverständlich wie eine EU-Verordnung: „Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum“. Was immer das heißt, es steht leider zu befürchten, dass bei Feuertrunkenheit am Steuer der Führerschein weg ist.