Die schwache Nachfrage nach Bier veranlasst die Brauerei Heineken zu einem drastischen Stellenabbau. Weltweit sollen bis zu 6000 Arbeitsplätze wegfallen, wie der niederländische Konzern am Mittwoch mitteilte. Zudem wurden die Gewinnerwartungen für das Jahr 2026 heruntergeschraubt. Heineken ist die branchenweite Nummer zwei, weltgrößte Brauerei ist der Fusionskonzern „Anheuser-Busch InBev“, zu dem unter anderem Budweiser und Corona gehören. Nach Konzernaussagen solle der Stellenabbau im Laufe der kommenden zwei Jahre stattfinden und sei Teil einer neuen Strategie bis zum Jahr 2030. Ziel sei es, mit weniger Ressourcen ein höheres Wachstum zu erzielen. Davon erhofft sich der Konzern, zu dem unter anderem Marken wie Tiger, Amstel und Desperados gehören, deutliche Einsparungen. Im abgelaufenen Jahr 2025 übertraf Heineken die Erwartungen noch. Der Betriebsgewinn legte organisch um 4,4 Prozent zu, Analysten hatten mit einem Plus von vier Prozent gerechnet. Für 2026 zeigte sich das Management jedoch zurückhaltender: Der Betriebsgewinn soll nur noch um zwei bis sechs Prozent zulegen, zuvor hatte Heineken eine Spanne von vier bis acht Prozent in Aussicht gestellt.