Gut acht Monate nach Enthüllung der Affäre um Signal-Chats mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article255989614/Pete-Hegseth-Ehemaliger-Minister-Fox-News-Moderator-unterlaeuft-Fauxpas-bei-Interview.html) in den USA hat eine Pentagon-Untersuchung Hegseth nun offenbar schwer belastet. Der Minister hätte US-Soldaten in Gefahr bringen können, indem er den privaten Messengerdienst für vertrauliche Nachrichten genutzt habe, berichteten US-Medien aus dem bisher unveröffentlichten Bericht, der dem Kongress vorliegt. Der Druck auf Hegseth, der sich inzwischen „ Kriegsminister (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article68ba165872019652f128ad81/USA-Trump-will-Verteidigungsministerium-in-Kriegsministerium-umbenennen.html) “ nennt, dürfte dadurch steigen. Hegseth habe „Risiken für die operative Sicherheit geschaffen“, als er mit anderen Regierungsmitgliedern auf Signal geheime Informationen über einen Militärschlag gegen die Huthi-Miliz im Jemen (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6923a27fb524e0ce7f1c5f52/jemen-huthi-gericht-verurteilt-17-menschen-wegen-spionage-zum-tode-sie-werden-erschossen.html) teilte, berichtete der Sender Fox News, für den der Pentagonchef früher als Moderator tätig war. Sein Vorgehen hätte zu „möglichen Schäden für US-Piloten führen können“. Zu der Signal-Gruppe war irrtümlich ein Journalist der Zeitschrift „The Atlantic“ eingeladen, dieser veröffentlichte (verlinkt auf https://www.theatlantic.com/politics/archive/2025/03/signal-group-chat-attack-plans-hegseth-goldberg/682176/) die Protokolle. NBC News berichtete, in anderer Hinsicht entlaste der Pentagon-Bericht Hegseth. So heiße es darin, der Minister habe keine internen Geheimhaltungsregeln missachtet, da er die Befugnis zur Freigabe von Informationen habe. Pentagon-Generalinspekteur Steven Stebbins hatte die interne Untersuchung Anfang April angekündigt. Die oppositionellen Demokraten hatten nach Bekanntwerden der Affäre Hegseths Rücktritt gefordert. Präsident Donald Trump (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article692fe5388e5be81710cb86c8/donald-trump-neunmal-fallen-ihm-die-augen-zu-weisses-haus-reagiert-mit-protokollen-der-arbeitszeit.html) warf Kritikern dagegen eine „Hexenjagd“ vor und hielt an dem heute 45-jährigen Minister fest. In den vergangenen Tagen wehrte sich Hegseth zudem gegen Vorwürfe, er habe rechtswidrig die Tötung mutmaßlicher Drogenschmuggler angeordnet, die einen US-Angriff auf ihr Boot überlebt hatten. Eigentlich müssen Überlebende gerettet werden, wenn von ihnen keine Gefahr mehr ausgeht.