Welt 04.02.2026
09:18 Uhr

Hamburgs teuerste Wohnung kostet 36.971 Euro –pro Quadratmeter


Hamburgs Premiumimmobilienmarkt erfuhr 2025 eine spürbare Belebung – doch eine aktuelle Auswertung zeigt auch, wo es Schwachpunkte gibt.

Hamburgs teuerste Wohnung kostet 36.971 Euro –pro Quadratmeter

Der Hamburger Premiumimmobilienmarkt hat 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Sowohl bei hochwertigen Eigentumswohnungen als auch im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser stieg die Zahl der Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr spürbar an. Das geht aus einer Analyse des Hamburger Immobilienunternehmens Dahler hervor, die auf den vorläufigen Angaben des amtlichen Gutachterausschusses basiert. Demnach wechselten im Premiumsegment – hierzu zählen Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von über 10.000 Euro sowie Häuser ab einem Kaufpreis von einer Million Euro – insgesamt 312 Eigentumswohnungen den Besitzer. Das entspricht einem Plus von 11,8 Prozent gegenüber 2024. Der Umsatz legte leicht auf 445,8 Millionen Euro zu. Besonders aktiv zeigte sich erneut der Teilmarkt Alster-Ost, in dem 109 Verkäufe registriert wurden – ein Zuwachs von 41,6 Prozent. Die teuerste Wohnung des Jahres lag in Harvestehude und wurde für 13,5 Millionen Euro veräußert. Den höchsten Quadratmeterpreis erzielte eine Adresse in Rotherbaum mit 36.971 Euro pro Quadratmeter. Auch der Häusermarkt zog an: 356 Ein- und Zweifamilienhäuser wurden 2025 im Premiumsegment verkauft – 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings sank der Gesamtumsatz um 11 Prozent auf 699,3 Millionen Euro, ein Hinweis auf zurückhaltendere Preisniveaus. Die meisten Transaktionen entfielen auf die Elbvororte (160 Verkäufe). Das teuerste Haus lag mit 12,5 Millionen Euro im Stadtteil Nienstedten. „Mehr Abschlussbereitschaft auf beiden Seiten“ Dahler-Geschäftsführer Björn Dahler spricht von einem Markt, der sich nach schwierigen Jahren im Korrekturmodus wieder freilaufe. „Der Hamburger Premiumimmobilienmarkt setzt im Jahr 2025 einen Trend fort, der bereits im Vorjahr begonnen hatte. Die Zahl der Transaktionen steigt in weiten Teilen des Marktes, insbesondere in etablierten Premiumlagen wie den Elbvororten“, sagt Dahler. Entscheidend sei, dass sich Angebot und Nachfrage in den vergangenen Quartalen „zunehmend auch preislich angenähert haben“. Das, so Dahler weiter, schaffe „wieder mehr Abschlussbereitschaft auf beiden Seiten“ und führe dazu, „dass Transaktionen häufiger zustande kommen“. Gleichzeitig mahnt der Immobilienunternehmer zur Einordnung: Die Umsatzentwicklung zeige, „dass dieser Aufschwung nicht gerade verläuft und noch nicht das Niveau früherer Hochphasen erreicht ist“. Offen bleibe daher, „wie genau sich diese positive Dynamik in einem breiter getragenen Umsatzwachstum widerspiegeln wird“. Der Neubau ist das Problemkind Während die Zahl der Abschlüsse deutlich zulegt, schwächelt ein anderes Segment spürbar: der Neubau. Von den 312 verkauften Premiumwohnungen waren 2025 nur 106 Neubauten, was einem Anteil von 33,9 Prozent entspricht. Im Vorjahr lag der Wert mit 40,9 Prozent noch deutlich höher. Damit ist der Neubauanteil innerhalb eines Jahres um rund sieben Prozentpunkte gesunken – ein weiterer Hinweis darauf, wie stark die Bauaktivität in Hamburg derzeit unter Kostendruck, Regulatorik und hohen Finanzierungslasten leidet.