Am Donnerstagabend hatte ein Mann im Bahnhof Wandsbek-Markt eine ihm mutmaßlich fremde Frau gepackt und sich mit ihr vor eine einfahrende U-Bahn gestürzt. Beide starben. Wie WELT berichtete, war der 25-jährige Täter, der laut Polizei aus dem Südsudan stammte, polizeibekannt. Nach Informationen der „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/hamburg/suedsudanese-zerrte-frau-vor-zug-u-bahn-killer-griff-zwei-tage-vor-der-tat-polizisten-an-697cee4ba58e5b705ac2d4e3) soll der Mann in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Aggressions- und Gewaltdelikten aufgefallen sein. Erst zwei Tage vor der Tat soll er Polizisten angegriffen haben. Laut „Bild“ wurde er kurzzeitig festgenommen. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Widerstands und gefährlicher Körperverletzung ein. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt. Danach soll der Mann wieder auf freien Fuß gekommen sein. Ariop A., so der Name des Mannes, hatte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft gewohnt. Bei dem Opfer handelte es sich um eine 18-jährige Iranerin, die laut „Bild“ zuletzt in einem Frauenhaus gewohnt haben soll. Es heißt, Fatemeh D. soll vor häuslicher Gewalt geflüchtet sein. Nach WELT-Informationen wohnte sie zuletzt im Raum Norderstedt. Es waren unfassbar grausame Szenen, die sich am Donnerstagabend gegen 22 Uhr in der U-Bahnstation abspielten: Unvermittelt war der Mann auf die wenige Schritte von ihm entfernt stehende Frau zugegangen, hatte sie mit beiden Armen umklammert und mit sich ins Gleisbett gerissen. Mehrere Menschen wurden Augenzeugen, mussten später von Notfallseelsorgern betreut werden. Die Hamburger Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Die Hintergründe der Tat liegen weitestgehend im Dunkeln. Es soll keine Erkenntnisse geben, wonach sich Opfer und Täter kannten. Aktuell werden die Mobiltelefone ausgewertet, um möglicherweise doch auf eine Querverbindung zu stoßen. Der Bahnhof wird von der Linie U1 angefahren, der tödliche Zug fuhr in Richtung Stadtmitte. Lebte seit Mitte 2024 in Hamburg Der 25-Jährige besaß nach Informationen von WELT eine gültige Aufenthaltserlaubnis und lebte seit Mitte 2024 in Hamburg. Der Mann war im Rahmen humanitärer Aufnahmeprogramme der Bundesländer nach Deutschland kommen. Südsudanesen erhalten in Deutschland häufig Schutzstatus, weil das Land seit Jahren von Bürgerkrieg, ethnischer Gewalt, Hunger und einem weitgehenden Staatszerfall geprägt ist. Rückführungen gelten aufgrund der anhaltend instabilen Sicherheitslage und schwerer Menschenrechtsverletzungen als nicht zumutbar. Hinweise auf eine Tat mit islamistischem Hintergrund soll es nicht geben. Möglicherweise handelt es sich um einen erweiterten Suizid. Es gibt Zeugenaussagen, wonach der Mann betrunken gewesen sein soll. In einem Videobericht von „Focus“ berichtet ein Zeuge, dass der 25-Jährige auf die Frau zugetorkelt sein soll, sie von der Seite gepackt habe. Dann soll er gesagt haben: „Ich nehme dich mit.“ Sekunden später sei er mit ihr auf die Schienen gefallen. Wenn Sie oder Menschen, die Sie kennen, Hilfe brauchen, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge. Unter den kostenlosen Rufnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Unterstützung von Beratern, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.