Welt 08.01.2026
10:49 Uhr

Hamburger Schulen schließen – „Sicherheit von Kindern hat Vorrang“


Wegen erwarteter Schneestürme fällt am Freitag in Hamburg der Präsenzunterricht aus. Die Schulbehörde ordnet eine Notbetreuung bis Klasse 6 an. Für ältere Jahrgänge soll digital unterrichtet werden. Prüfungen müssen verschoben werden.

Hamburger Schulen schließen – „Sicherheit von Kindern hat Vorrang“

Die Hamburger Schulbehörde hat wegen der erwarteten extremen winterlichen Wetterlage entschieden, den Präsenzunterricht an allen Schulen der Stadt am Freitag, 9. Januar, ausfallen zu lassen. Das erklärte Behördensprecher Peter Albrecht am Donnerstag. „Die Schulen sind allerdings verpflichtet, bis Klasse 6 eine Notbetreuung anzubieten.“ Die Entscheidung folgt den Warnungen des Deutschen Wetterdienstes, der für den Freitag starken Schneefall, Eisregen und Sturmböen angekündigt hat. Bereits seit Wochenbeginn hatten Verkehrsbehinderungen und vereiste Wege in Hamburg für Probleme gesorgt. Die Behörde reagiert nach eigenen Angaben, um die Sicherheit von Kindern, Eltern und Schulpersonal zu gewährleisten. An den Grundschulen und in den jungen Jahrgängen der weiterführenden Schulen können die Schulen Digitalunterricht anbieten, müssen es aber nicht. Sollte es keinen Unterricht geben, müssen die Kinder mit Arbeitsblättern für den Freitag versorgt werden. Für die Jahrgänge 7 bis 12 beziehungsweise 13 ist Digitalunterricht vorgesehen. Prüfungen und Klassenarbeiten dürfen am Freitag nicht stattfinden und müssen verschoben werden. Die Schulen sollen ihre Eltern- und Schülerschaft noch am Donnerstag über die jeweiligen Abläufe informieren. Auch externe Partner wie Cateringfirmen, Anbieter der Schulbegleitung und die Unternehmen der Behindertenbeförderung wurden über die Aussetzung des Präsenzbetriebs informiert. Ob Fahrdienste am Freitag fahren können, soll vor Ort entschieden werden. Die Schulbehörde kündigte an, am Freitagvormittag über das weitere Vorgehen ab Montag, 12. Januar, zu informieren. In Hamburg schneit es seit dem 2. Januar. Räumdienste sind im Dauereinsatz, werden den Schneemengen aber kaum noch Herr. Bereits am Donnerstag mussten Teile des öffentlichen Nahverkehrs eingeschränkt werden. Für Freitag wird eine deutliche Verschärfung der Lage erwartet. Auf die starken Schneefälle sollen dann Temperaturen folgen, die auch Tagsüber im deutlichen Minusbereich liegen.