Am kommenden Wochenende müssen sich Autofahrer im Raum Hamburg auf erhebliche Behinderungen einstellen. Die Autobahn 7 wird zwischen den Anschlussstellen Stellingen und Heimfeld erneut vollständig gesperrt – diesmal für 55 Stunden. Gleichzeitig gibt es Streiks, die auch auf der A1 zu Problemen führen könnten und die A7 noch bis zum Dienstag betreffen. Die Polizei warnt vor erheblichen Beeinträchtigungen. Die Vollsperrung der A7 beginnt am Freitag um 22 Uhr und dauert bis Montagmorgen um 5 Uhr. Bereits ab 21 Uhr werden die ersten Auffahrten gesperrt. Grund sind Bauarbeiten an der Hochstraße Elbmarsch (Projekt K20) sowie weitere Bauschritte beim Lärmschutztunnel Altona. Im Zuge der Sperrung werden unter anderem beschädigte Abschnitte saniert und neue Verkehrszeichenbrücken montiert. Eine großräumige Umleitung ist eingerichtet; die Autobahn GmbH empfiehlt ausdrücklich, diese zu nutzen. Der Verkehr auf der Elbquerung gilt schon im Normalbetrieb als besonders sensibel: Jede längerfristige Sperrung wirkt sich unmittelbar auf das gesamte Hamburger Straßennetz aus, regelmäßig mit Staus bis weit in die A1 und A23 hinein. Schwerlastverkehr kann nicht über die Norderelbrücke fahren Zusätzlich zu den Bauarbeiten ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di die Mitarbeiter der Autobahn GmbH zu einem Warnstreick auf. Der Hamburger Elbtunnel soll am Freitag für 24 Stunden und erneut von Montag Mitternacht bis Dienstagmorgen bestreikt werden. Zwar bleibt der Tunnel selbst in Betrieb, allerdings werden Kontroll‑ und Serviceleistungen nur eingeschränkt erbracht – was die Abläufe in den Röhren verlangsamen und weitere Engpässe verursachen kann. Auch die Norderelbbrücke auf der A1, für den Schwerlastverkehr durch Hamburg von zentraler Bedeutung, ist in den Streik einbezogen. In den Nächten von Freitag auf Samstag, Sonntag auf Montag sowie Montag auf Dienstag werden keine Schwerlasttransporte betreut. Diese Transporte sind normalerweise an enge Zeitfenster und eine verpflichtende Begleitung durch Fachpersonal gebunden. Die Gewerkschaft betont, es gebe Notdienstvereinbarungen, die die grundlegende Verkehrssicherheit sicherstellen sollen. Die Verkehrslage könnte sich zusätzlich zuspitzen, weil am Sonntag der FC St. Pauli den SV Werder Bremen zum Bundesligaspiel im Millerntor-Stadion empfängt. Anpfiff ist um 17.30 Uhr. Rund um St. Pauli und die Elbquerung kommt es bei Heimspielen regelmäßig zu erhöhtem Verkehrsaufkommen, bei einem Nordduell ohnehin. Die Hamburger Polizei rät daher eindringlich, am gesamten Wochenende auf den schienengebundenen ÖPNV auszuweichen und Fahrten in die betroffenen Bereiche möglichst zu vermeiden. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte großzügige Zeitpuffer einplanen und die ausgewiesenen Umleitungsstrecken nutzen.