Welt 23.05.2026
20:25 Uhr

„Hallo, Grönland“ – Trump sorgt mit neuem Posting für Spekulationen


Donald Trump postet eine Fotomontage mit der Botschaft „Hallo, Grönland“ – und rückt die Insel damit erneut in den Fokus. Deren Regierungschef hatte erst vergangene Woche erklärt, es gebe „keine Anzeichen“ für eine veränderte US-Position zu Gebietsansprüchen.

„Hallo, Grönland“ – Trump sorgt mit neuem Posting für Spekulationen

US-Präsident Donald Trump hat mit einem Posting auf seiner Plattform Truth Social für Spekulationen gesorgt. Er postete eine Fotomontage, auf der er hinter den Bergen Grönlands hervorschaut, versehen mit dem Kommentar: „Hallo, Grönland“. Trump hat Grönland, eine Insel mit 57.000 Einwohnern, immer wieder als strategisch entscheidend für die Eindämmung von Russlands und Chinas Einfluss in der Arktis bezeichnet. Die USA haben dort einen aktiven Militärstützpunkt. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hatte Trump immer wieder Besitzansprüche auf das zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörende Grönland erhoben – und die Nato damit in eine tiefe Krise gestürzt. Drohungen einer gewaltsamen Übernahme nahm er Ende Januar nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte zurück. Stattdessen setzten die USA, Dänemark und Grönland eine gemeinsame Arbeitsgruppe ein. „Keine Anzeichen“ für eine veränderte Haltung der USA In der vergangenen Woche hatte sich Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen mit dem US-Sondergesandten Jeff Landry getroffen. Anschließend sagte Nielsen, dass er keine Veränderung der US-Position im Streit um die arktische Insel erkenne. Er sei mit dem US-Gesandten „in einem positiven Geist und mit großem gegenseitigen Respekt“ ins Gespräch gekommen, sagte Nielsen am Montag. Das Gespräch sei „konstruktiv“ gewesen, aber es habe „keine Anzeichen“ für eine veränderte Haltung der USA gegeben. „Wir haben unmissverständlich bekräftigt, dass die Bevölkerung Grönlands nicht zum Verkauf steht und dass die Grönländer das Recht auf Selbstbestimmung haben“, betonte Nielsen. Auch Grönlands Außenminister Mute Egede sagte, die US-Regierung habe ihr Vorhaben, die Insel zu übernehmen, nicht aufgegeben. „Wir haben unsere roten Linien. Auch der Standpunkt der Amerikaner hat sich nicht verändert“, sagte der Außenminister. Landry war am Sonntag zu einem mehrtägigen Besuch in Grönland eingetroffen. US-Präsident Donald Trump hatte den republikanischen Gouverneur von Louisiana im Dezember zu seinem Sondergesandten für die Arktikinsel ernannt.