Am Montag entgleiste in Essen die Lok eines Güterzuges – wie sich inzwischen herausstellt möglicherweise ein Sabotageakt an kritischer Infrastruktur. Denn über die Strecke zwischen Essen und Oberhausen fahren auch Militärtransporte, wie es aus Militärkreisen heißt. Mit dem Vorgang vertraute Kreise erklärten der Nachrichtenagentur dpa allerdings auch, es gebe für Militärtransporte keine Standardstrecken und die Laufwege dieser Züge seien unterschiedlich. Zu den Tätern und ihrer Motivation gab es keine konkreten Erkenntnisse. Die Staatsanwaltschaft Essen geht davon aus, dass eine Straftat vorliegt. Sie ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, wie ein Sprecher sagte. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Die Ermittlungen befänden sich in einer frühen Phase. Es gebe keinen Tatverdächtigen. Bei dem Vorfall am Montagabend im Stadtteil Dellwig seien keinen Menschen zu Schaden gekommen. Nach Angaben der Polizei ist bisher kein Bekennerschreiben in dem Fall eingegangen. Ein Sprecher erklärte, dass ein Metallteil am Gleis durch Unbekannte befestigt worden sei. Nach früheren Angaben entgleiste die Lok, die nach wenigen Hundert Metern zum Stehen kam. Die Waggons blieben unbeschädigt. Der Güterzug hatte nach Angaben der Polizei Gefahrstoffe geladen. Auch der Staatsschutz ist in die Ermittlungen eingebunden.