Welt 21.12.2025
03:41 Uhr

Grünen-Spitzenkandidat fordert „KI-gestützte Videoüberwachung“ für Sicherheit in öffentlichen Räumen


Cem Özdemir äußert sich im Wahlkampf um das Ministerpräsidentenamt in Baden-Württemberg zur Sicherheit im öffentlichen Raum. Ein Überwachungsmodell aus Mannheim begreift er dabei als vorbildlich. Bei der Böller-Verbots-Debatte widerspricht er manchem Parteikollegen.

Grünen-Spitzenkandidat fordert „KI-gestützte Videoüberwachung“ für Sicherheit in öffentlichen Räumen

Der Grünen-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, hat ein umfassendes Sicherheitskonzept für öffentliche Räume gefordert und sich dabei offen für KI-gestützte Videoüberwachung gezeigt. Kommunen sollten „einfache und pragmatische Regeln für Videoüberwachung an unsicheren Orten“ ermöglicht werden, sagte Özdemir der „Bild am Sonntag“ (Bams), die wie WELT zum Axel-Springer-Verlag gehört. Özdemir sagte weiter, „Pilotprojekte wie die intelligente, KI-gestützte Videoüberwachung in Mannheim (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6943d5549ecfb47154d586ab/gerichtsurteil-mannheimer-amokfahrer-muss-in-psychiatrie.html) “ sollten „ausgeweitet werden“. Zu einem generellen Böllerverbot äußerte Özdemir sich wenige Tage vor Silvester skeptisch. Der frühere Bundesminister sagte der „Bams“: „Da gibt es einige Durchgeknallte, die über die Stränge schlagen – und Leute, die auf dem Land sind und mit ihren Kindern zusammen eine Rakete zünden, sollen den Preis dafür zahlen. Da machen wir lieber böllerfreie Zonen in den Städten, aber der Rest des Landes wird nicht bestraft für etwas, wofür er nichts kann.“