Welt 26.01.2026
13:10 Uhr

Großprojekte 2026 – wie Hamburgs U-Bahn fit für die Zukunft gemacht wird


2026 stehen im Hamburger U‑Bahnnetz mehrere größere Bauvorhaben an. Besonders auf den Linien U1 und U3 kommt es zu langen Sperrungen. Auch im Busbereich plant die Hochbahn neue Anlagen und Betriebshöfe, während die Arbeiten an der U4 weiterlaufen.

Großprojekte 2026 – wie Hamburgs U-Bahn fit für die Zukunft gemacht wird

Die Hamburger Hochbahn plant für das Jahr 2026 eine Reihe größerer Bau- und Infrastrukturmaßnahmen. Auf den Linien U1 und U3 werden die Projekte ab dem Frühjahr zu längeren Sperrungen führen. „Ein großer Teil unserer Infrastruktur ist über 100 Jahre alt“, sagte Hochbahn‑Technikvorstand Jens‑Günter Lang. Er erklärte, dass die Zuverlässigkeit des U‑Bahn‑Betriebs auf kontinuierlicher Instandhaltung beruhe. Die Bauarbeiten 2026 sollen nach seinen Angaben dazu dienen, die Anlagen langfristig zu sichern, Arbeiten zu bündeln und das Netz auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten. Auf der U3 beginnt im März das Projekt „Brücken Mundsburg 2026“. Der Abschnitt zwischen Mundsburg und Barmbek stammt aus den Jahren 1907 bis 1912 und wird umfassend instand gesetzt. Insgesamt zwölf Brücken – acht Stahlbrücken und vier Steinviadukte – sollen erneuert oder saniert werden. Zusätzlich werden laut Hochbahn rund 5800 Schwellen ausgetauscht, die Haltestellen Mundsburg, Hamburger Straße und Dehnhaide modernisiert. Für die Arbeiten muss der Abschnitt vom 11. Mai bis 5. Juli 2026 gesperrt werden. Bahnsteige und Brücken werden erneuert Ebenfalls im März beginnen umfangreiche Bauarbeiten an der mehr als 100 Jahre alten U1‑Haltestelle Ohlsdorf. Dort wird der gesamte Bahnsteig abgerissen und neu gebaut. Parallel erneuert die Hochbahn die Brücke „Alsterdorfer Straße“ und setzt die benachbarte Alsterbrücke instand. Für diese Maßnahmen wird die U1 zwischen Lattenkamp und Fuhlsbüttel Nord vom 13. Juli bis 14. Oktober 2026 gesperrt. Die Haltestelle Ohlsdorf wird anschließend bis zum 28. Oktober ohne Halt durchfahren. Die S‑Bahn ist von den Arbeiten der Hochbahn in Ohlsdorf nicht betroffen; ihre eigenen Bauprojekte in dem Bereich liegen etwas nördlich und etwas später in diesem Jahrzeht. Ab 2027 werden auf der so genannten Alstertalbahn in Richtung Poppenbüttel mehrere Eisenbahnüberführungen erneuert. Während der U1-Sperrung soll die S-Bahn ab Ohlsdorf regulär in beide Richtungen fahren. Im Busbereich sollen im Sommer 2026 die neue Busanlage Rahlstedt und Ende des Jahres der neue ZOB Harburg in Betrieb gehen. Beide Anlagen sind auf steigende Fahrgastzahlen ausgelegt und erhalten begrünte Dächer sowie Photovoltaikanlagen. Zudem entsteht in der Meiendorfer Straße der erste reine E‑Bus-Betriebshof der Hochbahn, der nach einem Probebetrieb zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 starten soll. Dort sollen künftig rund 130 E‑Busse die Stadtteile Rahlstedt, Farmsen, Volksdorf und Berne bedienen. Für den bestehenden Bus-Betriebshof Langenfelde ist ebenfalls ein Neubau vorgesehen, der 2026 beginnen soll. Künftig sollen dort die Busleitstelle sowie Teile der Verwaltung angesiedelt werden. Der Standort wird für bis zu 200 E‑Busse ausgelegt. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2028 geplant. Die Verlängerung der U4 auf die Horner Geest wird 2026 weiter vorangetrieben. Anfang des Jahres sollen die ersten Gleisbauarbeiten beginnen, im Frühsommer soll der Tunnel unter der Manshardtstraße fertiggestellt sein. Bis Herbst ist der Rohbau des gesamten Abschnitts vorgesehen. Ab Ende 2027 soll die U4 ab Horner Rennbahn bis zur Horner Geest fahren.