Wegen Problemen mit der Oberleitung im Eurotunnel ist der Zugverkehr zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent massiv gestört. Der Zugbetreiber hat seine Fahrgäste am Dienstag aufgefordert, vorerst nicht mit dem Eurostar zu reisen. Nach Angaben des Unternehmens gibt es Probleme mit der Oberstromleitung sowie einen liegengebliebenen Autozug. Konkret sprach Eurostar auf seiner Website von einer „großen Störung“. (verlinkt auf https://www.eurostar.com/de-de/reiseinformationen/aktuelle-informationen) „Wir raten allen unseren Fahrgästen dringend, ihre Reise auf einen anderen Termin zu verschieben“, teilte Eurostar weiter mit. „Bitte kommen Sie nicht zum Bahnhof, es sei denn, Sie haben bereits ein gültiges Ticket für die Fahrt.“ Es sei wahrscheinlich, dass es zu Verspätungen komme und Verbindungen kurzfristig gestrichen werden, so die Mitteilung weiter. Auf der Website wurden bereits mehrere Zugausfälle angezeigt. Laut der Nachrichtenagentur AFP fielen alle Eurostar-Züge zwischen London, Paris, Amsterdam und Brüssel aus. Auch bei dem Autozug Le-Shuttle, der den Kanaltunnel nutzt, kommt es zu Verspätungen: „Der Betrieb an beiden Terminals ist aufgrund eines Problems mit der Stromversorgung vorübergehend eingestellt“, teilte Le Shuttle mit. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Wir entschuldigen uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten.“ Mit dem Le-Shuttle-Autozug können Autofahrer zwischen Calais und dem englischen Folkestone durch den Eurotunnel reisen. Die BBC veröffentlichte Bilder von Hunderten Menschen, die sich im Wartebereich am Bahnhof St. Pancras in London versammelt hatten. Zudem soll ein Sprecher des Hafens von Dover dem Sender bestätigt haben, dass die Fährgesellschaften auf den Verbindungen zwischen Dover und Calais über Kapazitäten für zusätzliche Passagiere verfügen, die nach alternativen Reiserouten suchen. Eurostar betreibt eines der größten internationalen Hochgeschwindigkeits-Schienennetze in Westeuropa mit rund 28 Zielen in fünf Ländern. Die Züge erreichen auf einigen Strecken Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Sie verkehren durch den Eurotunnel zwischen Großbritannien und dem Festland.