Bei einer Explosion in einer Wohnstraße im Zentrum der niederländischen Stadt Utrecht sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Die Ursache für die Detonation am Donnerstag sei derzeit nicht bekannt, wie Sjaak Haasnoot, Sprecher der Rettungsdienste, mitteilte. Laut dem niederländischen „De Telegraaf“ werde untersucht, ob ein Gasleck die Explosion verursacht haben könnte. Der Sprecher der Rettungsdienste sagte, die vier Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Über das Ausmaß ihrer Verletzungen liegen bislang keine Informationen vor. Unklar war, ob es weitere Opfer gab. „Es ist momentan sehr schwierig zu sagen, wie viele Personen unter den Trümmern sind“, sagte Haasnoot. „Die Feuerwehr kann das Gebäude nicht betreten, weil es noch instabil ist.“ Nach der von Einsatzkräften als „gigantisch“ beschriebenen Explosion waren mehrere Gebäude im historischen Zentrum von Utrecht eingestürzt. Die Feuerwehr musste zuerst auf Freigabe warten, um die Trümmer nach möglichen Verletzten zu durchsuchen. Die Behörden gehen davon aus, dass sich niemand zum Zeitpunkt der Explosion in den Gebäuden aufhielt. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah, wie Feuerwehrleute mithilfe von Leitern in Gebäude zu gelangen versuchten. Das Gebiet war seinen Angaben zufolge abgesperrt, die Straßen waren mit Glasscherben übersät. Fernsehaufnahmen zeigten Rauch, der über dem historischen Stadtzentrum aufstieg, sowie auf den Straßen verstreute Trümmer. Eine Passantin sagte dem Fernsehsender NOS, der Boden habe „gebebt“. „Mir war sofort klar, dass es schlimm ist“, sagte sie. Die Explosion verursachte ein Feuer und weitreichende Schäden. Menschen flohen in nahegelegene Einkaufsstraßen. Feuerwehrleute versuchten, die Flammen zu löschen. Bewohner, deren Häuser beschädigt wurden, fanden vorübergehend Zuflucht in einem Hotel.\n\nDie Polizei ermittelt, wie die Bürgermeisterin von Utrecht, Sharon Dijksma, mitteilte. „Diese Explosion hat das Herz unserer Stadt schwer getroffen. Alle sind tief schockiert, besonders diejenigen in unmittelbarer Nähe“, sagte Dijksma.