Welt 18.08.2026
11:26 Uhr

Gehaltsstreit beim NDR – 5300 Beschäftigte sollen Geschäftsleitung unter Druck setzen


Die Fronten im NDR-Tarifstreit verhärten sich. Nun wollen die Beschäftigten mit einem länderübergreifenden Warnstreik den Druck direkt vor der entscheidenden Verhandlungsrunde erhöhen.

Gehaltsstreit beim NDR – 5300 Beschäftigte sollen Geschäftsleitung unter Druck setzen

Die Gewerkschaft ver.di ruft Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks (NDR) erneut zum Warnstreik auf. Vor der siebten Verhandlungsrunde für einen neuen Gehalts- und Honorartarifvertrag des NDR seien die 5300 festen und freien Beschäftigten des Senders am Mittwoch zum Streik aufgefordert, teilte ver.di Hamburg am Dienstag mit. Gestreikt (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6a33c7b7a7834e0047eee1c1/warnstreik-beim-ndr-tagesschau-ausgabe-nur-als-havarie-version-gesendet.html) werde in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen an allen Standorten von Mittwoch, 0 Uhr, bis Donnerstag, 1.30 Uhr. Ver.di fordert für die Beschäftigten im NDR nach eigenen Angaben unter anderem eine Erhöhung der Honorare und Gehälter um sieben Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zuletzt habe die Geschäftsleitung des NDR jährliche Steigerungen der Gehälter und Honorare unterhalb der Inflationsrate bei einer Laufzeit von 35 Monaten angeboten. Mit dem Warnstreik wollen die Beschäftigten laut ver.di Hamburg den Druck auf die NDR-Geschäftsleitung erhöhen. Einschränkungen im Programm könnten nicht ausgeschlossen werden. Die siebte Verhandlungsrunde finde am Freitag in Hamburg statt.