Welt 06.02.2026
06:55 Uhr

„Gefahr für Leib und Leben“ – BER setzt Flugbetrieb weiter aus – DWD warnt vor Glätte und Eisregen


Glatte Gehwege und Straßen, Eisregen und schlechte Sicht wegen Nebels: Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht Unwetterwarnungen für den Nordosten. Der Betrieb am Flughafen BER kommt erneut zum Erliegen. Im Südwesten werden hingegen Temperaturen bis zu 14 Grad erwartet.

„Gefahr für Leib und Leben“ – BER setzt Flugbetrieb weiter aus – DWD warnt vor Glätte und Eisregen

Am Hauptstadtflughafen BER sind aktuell wegen Blitzeises und Eisregens weiterhin keine Starts und Landungen möglich. Es sei unklar, wann der Betrieb wieder starten könne, sagte eine Flughafensprecherin am Morgen. „Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben“, hatte sie bereits am Abend zuvor gesagt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Freitagmorgen vor überfrierendem Regen und Glatteis im Nordosten Deutschlands gewarnt. Eine Unwetterwarnung sprach der DWD für die Mecklenburger Seenplatte bis zur Ostsee aus, dort drohe gefrierender Regen mit Eisansatz. Im Tagesverlauf soll sich die Glatteislage entspannen. Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam war es am Donnerstag zu einer Reihe von Unfällen gekommen. Dabei wurden der Polizei zufolge 19 Menschen verletzt. Drei davon kamen ins Krankenhaus. Es gab auch Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin. Meteorologen rechnen mit Entspannung der Glatteislage Bis zum Donnerstagabend hatte der Wetterdienst in einer amtlichen Unwetterwarnung auf die erhöhten Risiken durch Glatteis im Westen und Nordwesten Brandenburgs aufmerksam gemacht. Glatt - und damit gefährlich - dürfte es in Teilen Berlins und Brandenburgs aber auch heute weiter sein. Am Freitag soll sich die Glatteislage dem jüngsten Warnlagebericht zufolge zumindest etwas entspannen. Am Rande eines Hochs über Skandinavien werde mit östlicher Strömung kalte Festlandsluft in den Norden und Osten gesteuert. Dagegen lenkten atlantische Tiefausläufer mildere Meeresluft in den Süden und Westen. Nur im Nordosten gebe es gebietsweise leichten Dauerfrost. Mildes Wochenende im Westen und Südwesten Der Wetterdienst rechnet vor allem im Südosten über der Landesmitte und bis in den Nordosten mit Nebel und regional Sichtweiten unter 100 Metern. Die Sicht bessert sich laut Vorhersage im Tagesverlauf nur langsam. Zum Wochenende können sich laut DWD mildere Luftmassen bis in den Nordosten ausbreiten. „Das Wochenende präsentiert sich insbesondere im Südwesten und Westen schon fast von seiner vorfrühlingshaften Seite“, schreibt Meteorologin Tanja Egerer vom DWD. Entlang des Rheins sollen die Höchsttemperaturen um die 10 Grad erreichen. Für das Breisgau rund um Freiburg sind am Samstag laut DWD 14 Grad möglich.