Welt 02.01.2026
13:42 Uhr

Französischer Fußball-Profi bei Feuer-Katastrophe schwer verletzt


Unter den Verletzten der Katastrophe in Crans-Montana in der Schweiz ist auch ein Spieler des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz. Nach Angaben des Klubs wurde der 19-Jährige nach Deutschland geflogen.

Französischer Fußball-Profi bei Feuer-Katastrophe  schwer verletzt

Die Feuerkatastrophe an Silvester in einer Bar in Crans-Montana kostete 40 Menschen das Leben. (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article69573c8924b6e14cd2235f04/crans-montana-augenzeugen-schildern-dramatische-ereignisse-foto-soll-beginn-der-feuer-katastrophe-zeigen.html) 115 weitere wurden verletzt, 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge im kritischen Zustand befinden – unter ihnen auch der Fußball-Profi Tahirys Dos Santos. Das gab sein Verein auf X bekannt. „Der FC Metz ist zutiefst betroffen mitteilen zu müssen, dass Tahirys Dos Santos, ein Nachwuchsspieler des Vereins, bei dem Brand in Crans-Montana verletzt wurde“, schreibt der Club am 1. Januar auf seinem X-Account sowie in einer längeren Pressemitteilung auf seiner Website. Der Verteidiger wurde demnach „mit schweren Verbrennungen (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6956933c2a0d5dae84dd2e80/katastrophe-crans-montana-ueberall-lagen-verbrannte-menschen-am-boden.html) nach Deutschland ausgeflogen, wo er derzeit behandelt wird.“ Der FC Metz wolle der Familie des 19-Jährigen„die volle Unterstützung zusichern und arbeitet mit den medizinischen Behörden zusammen, um Tahirys’ Verlegung in das nahegelegene Mercy Hospital zu organisieren“, heißt es weiter. Man werde erneut über seinen „Zustand informieren, sobald es wesentliche Änderungen gibt“. Italienisches Golf-Talent wird Opfer der Flammen in Crans-Montana Dos Santos verbrachte laut der Sport-Zeitung „L’Équipe“ einige Urlaubstage mit Freunden in den Bergen, übernachtete in einer Hütte. Am Freitag sollte er in Metz eigentlich wieder mit dem Training beginnen. Der Defensivspieler, der bei Metz einen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, ist „ein zuverlässiges und geschätztes Mitglied der Metz-Reservemannschaft“ (verlinkt auf https://www.transfermarkt.com/tahirys-dos-santos/profil/spieler/1119940) und trug laut „L’Équipe“ zu Saisonbeginn sogar die Kapitänsbinde. Am 20. Dezember wurde er erstmals in seiner Karriere in den Kader der ersten Mannschaft berufen, kam aber nicht zum Einsatz. Für Emanuele Galeppini kam dagegen jede Hilfe zu spät. Der italienische Golfverband gab den Tod des 16-Jährigen bekannt. In der Mitteilung heißt es: „Wir trauern um Emanuele Galeppini, einen jungen Sportler, der Leidenschaft und authentische Werte mitbrachte.“ Man sei in Gedanken bei seiner Familie „Emanuele, du wirst für immer in unseren Herzen bleiben.“ Am 1. Januar 2026 feierten in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana bis zu 200 überwiegend junge Menschen den Jahreswechsel. Die Stimmung: ausgelassen. Plötzlich fing es gegen 1.30 Uhr an zu brennen. Champagnerflaschen mit Feuerfontänen sollen den Brand ausgelöst haben, wie die Staatsanwaltschaft am Freitagnachmittag erklärte: „Alles deutet darauf hin, dass das Feuer durch die Feuerfontäne ausgelöst wurde. Die haben die Decke in Brand gesetzt, von wo aus sich der Brand sehr schnell fortgesetzt hat.“ Dies hätten Auswertungen der Videos und Aussagen von Augenzeugen ergeben. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus. Nach Informationen der „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/) aus Regierungskreisen sind inzwischen drei Verletzte aus der Schweiz nach Deutschland verlegt worden. Wie das Blatt erfuhr, greife nun ein sogenannter „Kleeblatt-Mechanismus“ zur Verteilung, Kommt es in ausländischen Krankenhäusern – wie jetzt in den Unikliniken der Schweiz – zu einer Überlastung, können Behörden ein internationales Hilfeleistungsersuchen stellen und um Patientenübernahme ersuchen.