Welt 01.01.2026
10:12 Uhr

Feuerwehr und Polizei unter Beschuss – so erlebten Einsatzkräfte die Nacht in Hamburg


Reeperbahn, Landungsbrücken oder Schanze: In Hamburg wird an vielen Orten das neue Jahr gefeiert. Nicht überall blieb es im Rahmen normaler Partys.

Feuerwehr und Polizei unter Beschuss – so erlebten Einsatzkräfte die Nacht in Hamburg

Hunderttausende Menschen haben in Hamburg das neue Jahr willkommen geheißen. Viele ließen in der Stadt Raketen steigen und feierten. Die Polizei sprach zunächst von einem verhältnismäßig ruhigen Abend. Im Stadtteil Steilshoop wurden jedoch laut Polizei Passanten und Einsatzkräfte wiederholt aus größeren Gruppen mit Pyrotechnik beworfen. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt. Mutmaßliche Täter wurden demnach festgestellt, ob diese auch festgenommen wurden, war zunächst unklar. Auch Gebäude wurden beschossen. Angriffe auf Einsatzkräfte gab es auch in Dulsberg, hier musste die Polizei Pfefferspray einsetzen. Insgesamt musste die Feuerwehr 1350 Einsätze bewältigen, zehn Polizisten wurden verletzt und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Um kurz nach Mitternacht soll im Phoenix-Viertel in Harburg ein Mann mit einer Schreckschusswaffe auf Passanten geschossen haben. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Der Mann wurde bislang nicht gefasst. Im Stadtteil Wilhelmsburg wurden laut Polizei Feuerwehrleute mit Böllern beworfen, als sie einen brennenden Altkleidercontainer löschen wollten. Nachdem die Polizei angerückt war, konnte die Feuerwehr weiter löschen. Erstmals ZDF-Silvestershow in Hamburg Traditionell standen in Hamburg der Hafen, das Vergnügungsviertel rund um die Reeperbahn, der Jungfernstieg und in diesem Jahr auch die Hafencity wegen der ZDF-Silvesterfeier im Fokus. Hier blieb alles friedlich, rund 9000 Menschen hatten Eintrittskarten für das Westfield Einkaufszentrum erworben. Der Veranstalter zeigte sich damit zufrieden, insbesondere die schwimmende Bühne auf der Elbe kam gut an. Ein besonderes Augenmerk legte die Polizei auch auf bekannte Schwerpunkte wie Harburg oder Steilshoop. Wie beim vergangenen Jahreswechsel und zu Halloween hatte die Polizei an verschiedenen Stellen in der Stadt erneut Drohnen eingesetzt. Im Zuge dessen wies die Polizei erneut auf das Feuerwerksverbot rund um die Binnenalster sowie auf dem Rathausvorplatz hin. Dort blieb es demnach weitestgehend ruhig, wie ein Polizeisprecher sagte.