Nach einem Brand sollen die Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz in Belém am Freitagmorgen fortgesetzt werden. Die brasilianischen Behörden hätten die Betriebsgenehmigung der Feuerwehr eingeholt und das Gelände wieder an das UN-Klimasekretariat übergeben, teilten die Organisatoren am Donnerstagabend (Ortszeit) in Belém mit. Am Nachmittag war auf dem Veranstaltungsgelände im Bereich der Länderpavillons ein Feuer ausgebrochen, die genaue Ursache war unklar. Schwere Verletzungen gab es den Organisatoren zufolge keine. 13 Personen seien vor Ort wegen Rauchvergiftungen behandelt worden. Das gesamte Gelände wurde evakuiert und durfte bis zum späten Abend nicht betreten werden. Zehntausende Konferenzteilnehmer hatten sich wegen des Feuers außerhalb des Konferenzgeländes versammelt. In der Halle schlugen Flammen hoch, die ein großes Loch in die Decke brannten. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten riesige Flammen auf dem Gelände in Belém. Kurz darauf erklärte die Regierung, das Feuer sei „unter Kontrolle“ gebracht worden. „Es ist schon unter Kontrolle, die Feuerwehr des Bundesstaates Pará ist vor Ort“, sagte Tourismusminister Celso Sabino im Fernsehen. Es sei niemand verletzt worden. AFP-Reporter sahen, wie Menschen in der Halle durcheinander rannten, in deren Mitte Flammen hochschlugen. Menschen riefen „Feuer“, über dem Gebäude stieg Rauch auf. Sicherheitskräfte und UN-Vertreter rannten mit Feuerlöschern zur Brandstelle. Kurz darauf traf die Feuerwehr am Ort des Geschehens ein. Das Feuer brach am vorletzten Tag der zweiwöchigen 30. UN-Klimakonferenz (COP30) aus, bei der die Verhandler aus rund 190 Staaten immer noch um Einigungen zu Knackpunkten wie Klimafinanzierung und Handelsmaßnahmen ringen. UN-Generalsekretär António Guterres rief die Verhandler zu mutigen Entscheidungen auf. „Die Welt schaut zu“, sagte er in der brasilianischen Amazonasmetropole. Jede Delegation müsse sich jetzt kompromissbereit zeigen, um einen ausgewogenen Deal zu ermöglichen. Auch die am meisten vom Klimawandel betroffenen Staaten mahnten zu entschlossenem Handeln und warnten vor den Folgen einer Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze.