Welt 22.09.2026
12:18 Uhr

Fast zehn Jahre später: Staatsanwaltschaft ermittelt neu im Tod des FCM-Fans Hannes


Ein Podcast der Süddeutschen Zeitung brachte neue Hinweise – jetzt rollt die Staatsanwaltschaft Magdeburg den Tod des FCM-Fans Hannes Schindler neu auf. Nach einer TV-Sendung am Sonntagabend gingen jedoch noch keine neuen Zeugenhinweise bei der Polizei ein.

Fast zehn Jahre später: Staatsanwaltschaft ermittelt neu im Tod des FCM-Fans Hannes

Knapp zehn Jahre nach dem Tod des 1. FC Magdeburg-Fans Hannes Schindler nimmt die Staatsanwaltschaft Magdeburg nach eigenen Angaben die Ermittlungen wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts wieder auf. Auslöser sind neue Zeugenhinweise, die durch journalistische Recherchen bekannt wurden – konkret durch den Podcast „Der Zug“ der Süddeutschen Zeitung. Schindler war im Oktober 2016 mit weiteren Anhängern in einer Regionalbahn von Haldensleben im Landkreis Börde unterwegs. Im selben Zug befand sich laut MDR eine größere Gruppe von Fans des Halleschen FC, darunter Personen aus der damaligen Ultraszene, die von einem Auswärtsspiel zurückkehrten. Schindler stürzte aus der fahrenden Bahn und erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen. Die Ermittlungen waren damals eingestellt worden, weil ein Fremdverschulden nicht abschließend nachgewiesen werden konnte. Der Podcast lieferte nach MDR-Angaben bislang unbekannte Hinweise, die eine Wiederaufnahme der Ermittlungen wegen vorsätzlichen Tötungsdelikts begründen. Laut MDR berichtete auch die aktuelle Kripo-Live-Sendung am Sonntagabend über den Fall und bat ebenfalls um Zeugenaussagen. Wie eine Sprecherin dem MDR Sachsen-Anhalt sagte, gingen nach der Fernsehsendung bis Montagmittag allerdings noch keine neuen Hinweise bei der Polizeiinspektion Magdeburg ein. Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0391 546 1010 oder über das Hinweisportal der Polizei Sachsen-Anhalt zu melden.