Welt 07.01.2026
02:21 Uhr

„Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert“, sagt die neue Machthaberin


Caracas weist Donald Trumps Anspruch auf Kontrolle des südamerikanischen Landes zurück. Auch nach dem US-Einsatz habe nur die örtliche Regierung das Sagen, sagt die geschäftsführende Präsidentin.

„Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert“, sagt die neue Machthaberin

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Caracas deutlich Führungsansprüche der USA zurückgewiesen. „Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst“, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Regierungssitzung. „Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert.“ Trump (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article695d82e24d1d5f581eeadd11/us-regierung-einsatz-des-us-militaers-in-groenland-jederzeit-als-option-fuer-trump-verfuegbar-sagt-sprecherin.html) hatte nach dem Angriff seines Landes auf Venezuela und der Gefangennahme Maduros gesagt, dass US-Unternehmen die Ölindustrie wiederaufbauen würden. Für Aufsehen sorgte auch seine Behauptung, die USA würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Außenminister Marco Rubio relativierte diese Aussage später und sprach davon, mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in dem Land herbeiführen zu wollen. Dem Sender NBC News sagte der US-Präsident, dass neben Rubio unter anderem US-Vizepräsident J.D. Vance, Kriegsminister Pete Hegseth und Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller das US-Intervenieren in Venezuela steuern würden. Die letztendliche Verantwortung sieht Trump demnach allerdings bei sich selbst. Am Montag wurde die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt. Zwischenzeitlich zeigte sie sich bereit zur Zusammenarbeit mit den USA.