In Hamburg-Billstedt ist dem Drogendezernat des Landeskriminalamts (LKA) ein mutmaßlicher Schlag gegen den illegalen Handel mit Betäubungsmitteln gelungen. Einsatzkräfte des LKA 68 nahmen am Mittwochnachmittag zwei Männer vorläufig fest, die im Verdacht stehen, gemeinschaftlich mit Drogen gehandelt und größere Mengen gelagert zu haben. Wie die Polizei Hamburg mitteilte, stellten die Ermittler bei Durchsuchungen umfangreiche Beweismittel sicher. Den Festnahmen waren nach Angaben der Beamten länger andauernde kriminalpolizeiliche Ermittlungen vorausgegangen. Im Zuge von Auswertungen zuvor sichergestellter Materialien seien die beiden Tatverdächtigen ins Visier der Fahnder geraten. Nach derzeitigen Erkenntnissen bestehe der Verdacht, dass die Männer mindestens seit August des vergangenen Jahres in unterschiedlicher Beteiligung sowohl mit Betäubungsmitteln gehandelt als auch diese in ihren Wohnungen gebunkert hätten. Nachdem die Verdächtigen identifiziert worden waren, erwirkte die Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse für deren Wohnanschriften im Stadtteil Hamburg-Billstedt. Bei der Vollstreckung trafen die Einsatzkräfte beide Männer in ihren Wohnungen an. Es handelt sich laut Polizei um deutsche Staatsangehörige im Alter von 32 und 36 Jahren. 950 Gramm Kokain und rund 1,7 Kilogramm Marihuana Die Bilanz der Durchsuchungen fällt aus Sicht der Ermittler deutlich aus: Sichergestellt wurden mehr als 950 Gramm Kokain, rund 1,7 Kilogramm Marihuana sowie über 1,2 Kilogramm Ecstasy-Tabletten. Zudem fanden die Beamten annähernd 8.300 Euro mutmaßliches Dealgeld. Neben mehreren Mobiltelefonen stellten die Fahnder auch ein Messer und mehr als 20 scharfe Patronen sicher. Die Funde deuten nach Einschätzung der Ermittler auf einen organisierten Handel hin. Beide Männer wurden zunächst vorläufig festgenommen. Der 36-jährige Tatverdächtige wurde nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Dort muss er sich nun vor einem Haftrichter verantworten. Sein 32 Jahre alter mutmaßlicher Komplize wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Ermittlungen der Behörden dauern an. Ob weitere Personen in die mutmaßlichen Drogengeschäfte verwickelt sind, ist derzeit Gegenstand der Untersuchungen. Auch zur Herkunft der sichergestellten Betäubungsmittel machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben. Die Polizei betonte, dass die Auswertung der beschlagnahmten Handys zusätzliche Erkenntnisse liefern könnte.