Bei einem Gasaustritt in einer Wohnung in Hamburg-Hoheluft-Ost sind am Morgen vier Menschen zum Teil schwer verletzt worden, darunter zwei Kinder. Nach ersten Erkenntnissen hatte um kurz nach 8 Uhr ein Kohlenmonoxidmelder in einer Wohnung auf Höhe der Kreuzung Breitenfelder Straße (Ring 2) ausgelöst, teilte die Feuerwehr mit. In der Wohnung versorgten die Einsatzkräfte zwei Erwachsene und zwei Kinder, die über Schwindel und Kopfschmerzen klagten. Sie wurden erstversorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht, ein Kind sei schwer verletzt, die anderen Personen leicht verletzt. Die Feuerwehr überprüfte auch andere Wohnungen, konnte aber nicht herausfinden, woher das Gas kam. Die Heizungsanlage wurde gesperrt, nun soll ein Schornsteinfeger die Heizanlage überprüfen. Da zunächst nicht klar war, wie groß sich der Einsatz entwickeln würde, rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an, die Polizei sperrte vorsorglich Teile der Hoheluftchaussee und umliegende Straßen wie den Eppendorfer Weg. Das führte zu zahlreichen Staus. Um 9.01 Uhr war der Einsatz beendet. Um 9.30 Uhr konnten auch die Straßen wieder freigegeben werden. In Deutschland kommt es jedes Jahr zu mehreren Tausend derartigen Vorfällen – unterschiedliche Quellen sprechen von 3500 bis 5000 Betroffenen pro Jahr. Kohlenmonoxid (CO) ist ein unsichtbares, geruchloses Gas, das bei der Verbrennung von Erdgas, Öl, Kohle oder Holz entsteht – etwa in Heizungen, Öfen oder Kaminen. Wird nicht richtig gelüftet, ist das Gerät defekt oder der Abzug verstopft, kann sich das Gas im Raum ansammeln. Gefährlich ist Kohlenmonoxid, weil es den Sauerstoff im Blut verdrängt und Organe sozusagen langsam „ersticken“, ohne dass man es merkt. Erste Anzeichen sind oft Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme, später können Atemnot, Brustschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit hinzukommen.