Die deutsche Stimme von Don Johnson ist verstummt. Der Hamburger Schauspieler und Synchronsprecher Reent Reins starb am Dienstag im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Herz-OP, wie seine Sprecherin Irmgard Nelle jetzt mitteilte. Reins verlieh dem Schauspieler Don Johnson („Miami Vice“) seine markante Bariton-Stimme in vielen Filmen und Serien. Reins lieh nach Angaben der Sprecherin auch vielen weiteren, international bekannten Schauspielkollegen seine Stimme – etwa Michael Landon in „Ein Engel auf Erden“, Alec Baldwin in „Der Mörder und die Lady“ oder Beau Bridges in „Der Strich gehört der Polizei“. Außerdem habe er für Hörspiele wie „Die drei ???“ und Computerspiele gesprochen und in zahlreichen Krimiserien mitgewirkt. Zudem war Reins immer wieder auf Deutschlands Theaterbühnen zu sehen. „Mein Mann war bis zuletzt als Hörspiel- und Synchronsprecher gefragt und er hatte noch große Pläne. Seine erfolgreiche Schauspiel-Karriere war noch lange nicht beendet“, erklärte seine Witwe Birgit Reins. Trauer auch um Rolf Becker Erst am Freitag war bekannt geworden, dass der Hamburger Schauspieler Rolf Becker gestorben ist. Er starb im Kreise seiner Familie im Alter von 90 Jahren in einem Hamburger Hospiz, wie St.-Pauli-Pastor Sieghard Wilm sagte. Der 1935 in Leipzig geborene Becker machte sowohl am Theater als auch in Film und Fernsehen Karriere. Einem Millionenpublikum bekannt wurde er zuletzt in der beliebten ARD-Arztserie „In aller Freundschaft“, wo er seit 2006 neben Ursula Karusseit den gutmütigen Rentner Otto Stein spielte. Aufgewachsen in Norddeutschland, studierte Becker nach dem Abitur Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Nach Stationen in München, Darmstadt und Ulm wechselte er 1963 ans Theater Bremen, wo er auch selbst inszenierte. In seiner Wahlheimat Hamburg war er später unter anderem Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus und am Thalia Theater. Becker engagierte sich auch immer wieder politisch und war zeitweilig eines der bekanntesten Gesichter der linken Szene in der Hansestadt.