Welt 17.10.2026
11:32 Uhr

Endlich! Erstes Restaurant schafft Essen komplett ab


So geht Genuss ohne Reue: Im bayerischen Bad Conschenz gibt es jetzt ein Lokal, in dem garantiert nichts Bedenkliches wie Fleisch, Pflanzen oder Steine auf den Tisch kommt. Die Gäste stehen Schlange.

Endlich! Erstes Restaurant schafft Essen komplett ab

Darauf haben ernährungsbewusste Feinschmecker, die sich gleichermaßen um die Umwelt, die Ressourcen unseres Planeten, das Tierwohl und die Reinheit von Lebensmitteln sorgen, lange warten müssen! Jetzt ist es endlich so weit: Im bayerischen Bad Conschenz hat mit dem „NIX“ ein Restaurant eröffnet, in das man guten Gewissens gehen kann, ohne irgendjemandem Schaden zuzufügen. „Das größte Problem an der Ernährung sind die dafür benötigten Lebensmittel“, weiß Restaurantleiter Konstantin „Consi“ Quenz und verweist auf alarmierende Studien (verlinkt auf https://www.welt.de/regionales/hamburg/article256034286/Studie-Fleischerzeugung-verursacht-Umwelt-und-Klimaschaeden.html) . „Fleisch geht gar nicht, der Soja-Anbau zerstört Wälder und Savannen, das Gemüse ist belastet, und selbst die Lutschsteine mit Torfmoosgeschmack, die man derzeit in vielen Szenegourmettempeln serviert bekommt, sind voller Feinstaub.“ Restaurantleiter kennt sich aus Deshalb kam Quenz auf die einfache wie geniale Idee: In seinem neuen Restaurant wird konsequent auf alles Essbare verzichtet. „Ich nenne das Clean Eating 4.0“, sagt der Top-Gastronom, der schon reichlich Erfahrungen in einer ganzen Reihe angesagter In-Restaurants sammeln konnte. So war der 43-Jährige unter anderem Gaumenkitzler im „Grob & Krötze“, in dem ausschließlich das sanft Erbrochene von Trondheim-Rindern serviert wird, Quinoa-Sommelier im „Montezumas Lachen“ sowie Nacktputzer im „PräPaleo“, das für seine raffiniert fermentierte Amöbenkost weltweit gefeiert wird. Kein Wunder also, dass Quenz im „NIX“ Wert auf höchste Qualität legt. Tischdecken, Stuhlbezüge, ja selbst die Kellner-Livrees werden vorher gewissenhaft darauf überprüft, ob man sie essen kann. „Wir achten streng darauf, dass das Nichts auf unserer Speisekarte aus der Region kommt“, erklärt der Restaurantchef stolz. Großes Problem trotz Schlangen vor dem Eingang Aber nicht nur für Nullitarer und Menschen, die sich fragen, was man überhaupt noch essen darf, (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fitness/plus198084401/Orthorexie-Wenn-gesundes-nachhaltiges-Essen-zum-Zwang-wird.html) dürfte sich das Lokal zur Top-Adresse entwickeln. „Auch Allergiker können bedenkenlos unser gesamtes zwölfgängiges Non-Food-Menü genießen, das darin besteht, diverse leere Teller anzuschauen. Begleitend dazu servieren wir selbstverständlich auch nichts zu trinken.“ Probleme bereiten dem Gastronomen nur die Massen an Interessenten, die vor seinem Restaurant Schlange stehen, um einen der begehrten Tische zu ergattern: „Aus Rücksicht auf die Umwelt bedienen wir leider keine Menschen“, seufzt Quenz, „es weiß doch schließlich jeder, dass sie im Vergleich zu Lebensmitteln eine noch viel größere Bedrohung für den Planeten darstellen!“ Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf https://www.facebook.com/glasauge.satire) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!