Der Umgang zwischen fastenden und nicht fastenden Schülern beschäftigt die Schulaufsicht in Nordrhein-Westfalen. Man sei mit einer Schulleitung in Kleve in Kontakt und werde den Sachverhalt mit der gebotenen Sorgfalt klären, teilte eine Sprecherin der zuständigen Schulaufsichtsbehörde, der Bezirksregierung Düsseldorf, auf dpa-Anfrage mit. Auslöser war demnach ein Streit zwischen den Jugendlichen, wie die „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/nordrhein-westfalen/ramadan-streit-an-schule-kinder-sollen-ihr-pausenbrot-heimlich-essen-69aa95a2e8f14703486e53ed) berichtet. Eine Mutter schilderte der Zeitung, muslimische Schüler hätten ihre Tochter und deren Freundin aufgefordert, während des Ramadan zu fasten und ihr Brot in den Müll zu werfen. Als die Mädchen sich an einen Lehrer wandten, habe dieser ihnen geraten, sich beim Essen einfach wegzudrehen. Die Mutter wandte sich daraufhin über den schulischen Messengerdienst an die Schule und kritisierte das Vorgehen. „Bild“ zitiert sie mit den Worten: „Ich habe ja viel Verständnis, aber das geht definitiv zu weit.“ In der Klasse der Tochter lernen nach Angaben der Mutter 21 Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Dem Bericht zufolge sollen viele von ihnen einen Migrationshintergrund haben, mehrere fasteten während des Ramadan. Eltern berichten von Spannungen im Klassenalltag (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article255681726/Berlin-Schule-will-Kinder-zu-Ramadan-Zeremonie-verpflichten-Senat-greift-ein.html) . So hätten einzelne Schüler abfällige Geräusche gemacht, wenn andere in den Pausen gegessen hätten, zudem sei eine Schülerin wegen ihrer deutschen Herkunft beleidigt worden. „Klar ist beispielsweise, dass niemand in der Schule gezwungen werden darf, seine Religion in einer bestimmten Art und Weise auszuüben. Fällen, in denen Schülerinnen und Schüler versuchen, ihren Mitschülerinnen und -schülern religiöse Vorschriften zu machen, wird an Schulen konsequent nachgegangen“, teilte die Bezirksregierung weiter mit. „Grundlage des Schullebens an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen ist ein respektvolles Miteinander. Daher nimmt das Schulministerium die geschilderten Vorwürfe ernst“, hieß es aus dem Schulministerium in Düsseldorf. Der Sachverhalt müsse aufgeklärt werden Während des Ramadans (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/ramadan/) verzichten gläubige Muslime jeden Tag von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang unter anderem auf Essen und Trinken. Abends kommen die Menschen traditionell zusammen, um das Fasten zu brechen. Das Fasten im Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islams – den Grundpflichten der Religion. Nach dem Fastenmonat, der in diesem Jahr am 19. März endet, schließt sich das mehrtägige Fest des Fastenbrechens an.