Welt 22.02.2026
15:16 Uhr

Eindringling auf Trumps Anwesen – Secret Service erschießt Mann


In Florida ist ein Mann erschossen worden, der versucht haben soll, auf das Anwesen von Donald Trump vorzudringen. Das berichtet der Secret Service. Trump selbst sei zu dem Zeitpunkt in Washington gewesen.

Eindringling auf Trumps Anwesen – Secret Service erschießt Mann

Ein bewaffneter Mann ist in einen gesicherten Bereich um das Privatanwesen von US-Präsident Donald Trump (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article69999463a11b1460328900a4/handelsstreit-von-10-auf-15-prozent-trump-will-weltweiten-zollsatz-weiter-erhoehen.html) in Florida eingedrungen und erschossen worden. Der für den Schutz des Präsidenten zuständige Secret Service teilte am Sonntag mit, Trump habe sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls nicht in Mar-a-Lago, sondern gemeinsam mit First Lady Melania Trump im Weißen Haus in Washington aufgehalten. Der Name des getöteten Mannes wurde nicht mitgeteilt. Der Secret Service erklärte, er sei am Nordtor des Anwesens in Palm Beach mit einer mutmaßlichen Schrotflinte und einem Benzinkanister beobachtet worden. Agenten des Geheimdienstes und ein stellvertretender Sheriff des Palm Beach County hätten ihn erschossen. Zu dem Zwischenfall kam es den Angaben zufolge um 01:30 Uhr in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit). Der Verdächtige, ein Mann Anfang 20 aus dem Bundesstaat North Carolina, wurde vor einigen Tagen von seiner Familie als vermisst gemeldet. Die Ermittler gingen davon aus, dass er in Richtung Süden gefahren sei und sich unterwegs ein Gewehr besorgt habe, sagte Secret-Service-Sprecher Anthony Guglielmi. Der Mann fuhr dem Sprecher zufolge durch das Nordtor von Mar-a-Lago, als gerade ein anderes Fahrzeug ausfuhr. „Gewehr in Schussposition“ Sheriff Rick Bradshaw sagte auf einer kurzen Pressekonferenz, der Mann sei von zwei Agenten des Secret Service und einem stellvertretenden Sheriff konfrontiert worden. Er sei aufgefordert worden, das Gewehr und den Kanister fallen zu lassen. „Daraufhin stellte er den Benzinkanister ab und brachte das Gewehr in Schussposition“, sagte Bradshaw. Die beiden Agenten und der stellvertretende Sheriff hätten Schüsse abgegeben, um die Bedrohung zu „neutralisieren“. Die Bundespolizei FBI bat Anwohner in der Nähe von Mar-a-Lago, ihre Überwachungskameras auf möglicherweise hilfreiche Videoaufnahmen zu überprüfen. Trump sah sich in der Vergangenheit bereits lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt. Er wurde am 13. Juli 2024 bei einem Attentat während einer Wahlkampfveranstaltung in Butler im Bundesstaat Pennsylvania verletzt. Einige Wochen später wurde am 15. September ein Mann mit einem Gewehr festgenommen, der in der Nähe von seinem Golfplatz in West Palm Beach gewartet hatte, während der Präsident dort spielte. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.