Welt 27.12.2025
12:15 Uhr

Dutzende Unfälle auf glatten Straßen – Auto mit Mutter und acht Monate altem Baby überschlägt sich


Viele Straßen sind wegen anhaltender Glätte zur Gefahrenzone geworden. Es kam bereits zu zahlreichen Unfällen. Die Berliner Feuerwehr rät sogar: „Vermeiden Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Aufenthalte im Freien“.

Dutzende Unfälle auf glatten Straßen – Auto mit Mutter und acht Monate altem Baby überschlägt sich

Eine Mutter und ihr Kind haben sich mit ihrem Auto im Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) überschlagen. Der Wagen sei auf einer glatten Straße in einer Kurve in Lastrup von der Fahrbahn abgekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Dort überschlug sich das Auto am Morgen. Die 22 Jahre alte Frau wurde leicht verletzt in einem Krankenhaus behandelt. Das acht Monate alte Baby blieb unverletzt. Bereits am frühen Morgen war es in Niedersachsen zu einem Unfall auf der spiegelglatten Autobahn 1 gekommen. Dabei wurden 13 Menschen verletzt. Insgesamt stießen nahe Wildeshausen im Kreis Oldenburg fünf Fahrzeuge zusammen, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Fahrbahn dort habe einer Eisfläche geglichen. Den Angaben zufolge konnten sich die Einsatzkräfte am Unfallort nach dem Aussteigen wegen der glatten Fahrbahn zunächst nur in kleinen Schritten fortbewegen. Auch in Hessen kam es zu Unfällen, einer davon endete für eine 73 Jahre alte Frau am Freitag tödlich. Nahe Hessisch Lichtenau im Werra-Meißner-Kreis geriet nach Angaben des Polizeipräsidiums Nordhessen eine 57 -Jährige mit ihrem Auto vermutlich aufgrund von Glätte ins Schleudern und kam in den Gegenverkehr. Dort stieß sie mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen, die 53 Jahre alte Fahrerin wurde schwer, die 73-jährige Beifahrerin tödlich verletzt. Auch die 57-Jährige erlitt schwere Verletzungen. In der Osthälfte Mecklenburg-Vorpommerns gab es in der Nacht wegen glatter Straßen bereits mehr als ein dutzend Unfälle. Das Präsidium in Neubrandenburg zählte bis zum frühen Morgen 15 Einsätze. In zwei Fällen wurden Autofahrer leicht verletzt. In Hamburg ist die Feuerwehr seit Freitagabend immer wieder zu Glätte-Unfällen ausgerückt. 87 Einsätze gab es deswegen von 18:30 Uhr bis heute früh um 6:00 Uhr, wie die Feuerwehr mitteilte. Es habe sich dabei vor allem um Autounfälle gehandelt, außerdem seien Menschen wegen der Glätte gestürzt. Die Feuerwehr habe zusätzliche Rettungswagen zur Verfügung gestellt, um sich um das erhöhte Einsatzaufkommen kümmern zu können. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Morgen vor verbreitet markanter Glätte in Deutschlands gewarnt. In der Nordhälfte, im Westen sowie im Alpenvorland gebe es zudem gebietsweise Glätte, hieß es weiter. Die Berliner Feuerwehr rief die Menschen gar dazu auf, das Haus nicht zu verlassen. „Vermeiden Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Aufenthalte im Freien.“