Welt 04.07.2026
16:43 Uhr

Die Zukunft des Julian Nagelsmann


Beim FC Bayern freigestellt, als Bundestrainer zurückgetreten. Und jetzt? Nach zwei Karriere-Dämpfern bekommt Julian Nagelsmann prominenten Beistand. Seine Laufbahn sei längst nicht am Ende.

Die Zukunft des Julian Nagelsmann

Beim FC Bayern wurde er umstritten für Thomas Tuchel freigestellt, bei der Nationalmannschaft (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/) ist er zurückgetreten. Was wird aus dem erste 38-jährigen Julian Nagelsmann nach den beiden Karriere-Rückschlägen? Ein Mutmacher kommt nun von höchster deutscher Fußball-Stelle. Bundesliga-Präsident und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke sagt: „Ich halte Julian nach wie vor für einen hervorragenden Trainer mit großem Potenzial. Ich bin davon überzeugt, dass er noch eine große Karriere vor sich haben wird.“ Watzke selbst wollte den jungen Nagelsmann früher mehrfach zu Borussia Dortmund holen. Doch dieser entschied sich nach Hoffenheim zuerst für RB Leipzig und dann für den FC Bayern. Dass ein gescheiterter Bundestrainer doch noch einen Weltverein übernehmen und zu Titeln führen kann, beweist Hansi Flick (61). Am 10. September 2023 war Flick als erster Bundestrainer überhaupt vom DFB (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/dfb/) entlassen worden. Nur 260 Tage später holte ihn der FC Barcelona, mit dem er seitdem zweimal spanischer Meister wurde. Gelingt Nagelsmann das Gleiche wie Flick? Wohin könnte er nach einem gewissen Abstand wechseln? In der Bundesliga ist kein Job bei einem der Spitzenvereine in Sicht. Auch bei den ausländischen Weltklubs sind Real (Mourinho), Chelsea (Alonso), Liverpool (Iraola) sowie Manchester City (Maresca) gerade neu besetzt worden. Heißt für Nagelsmann: Abwarten, den Markt im Auge behalten und auf die neue Chance warten. Am schnellsten werden jetzt noch Jobs bei anderen Nationalmannschaften frei, die ebenfalls nicht ihre Ziele erreichen. Ab Herbst wird es dann auch bei Top-Klubs wieder stürmisch – und der Name Nagelsmann schnell diskutiert.