Welt 18.10.2026
00:17 Uhr

„Die Union hat Angst vor starken SPD-Frauen wie Manuela Schwesig“, moniert SPD-Abgeordnete Wegge


Nach Kritik der CDU an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wirft SPD-Frauen-Chefin Carmen Wegge der Union Angriffe auf Frauen mit Macht vor. Schwesig hatte den Umgang mit Bärbel Bas kritisiert.

„Die Union hat Angst vor starken SPD-Frauen wie Manuela Schwesig“, moniert SPD-Abgeordnete Wegge

Die SPD-Frauen kritisieren die Attacken der CDU gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Die Union hat Angst vor starken SPD-Frauen wie Manuela Schwesig“, sagte die Bundesvorsitzende der SPD-Frauen, Carmen Wegge, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das Muster ist alt: Wenn Frauen Macht haben, werden sie nicht politisch gestellt, sondern persönlich angegriffen“, beklagte Wegge. „Ihr wird die Kompetenz abgesprochen, ihr Ton kritisiert, ihre Glaubwürdigkeit untergraben.“ Bei Männern heiße das Führungsstärke, bei Frauen sei es plötzlich ein Problem. „Das ist kein Ausrutscher, das ist Sexismus mit System“, kritisierte die SPD‑Politikerin. „Wir Frauen in der SPD lassen uns davon nicht kleinmachen. Jede dieser Attacken zeigt nur, wie sehr starke Frauen die Union nervös machen.“ CDU-Politiker hatten Schwesig zuletzt scharf kritisiert und ihre Vorwürfe zurückgewiesen, die Union sei „unmenschlich“ mit der nach dem Tod ihrer Stieftochter zurückgetretenen Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) umgegangen. Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, warf Schwesig in Anspielung auf ihren früheren Einsatz für die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2 vor, sie habe sich „von Russland kaufen lassen“. Winkel sagte beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn: „Wir lassen uns ganz bestimmt nicht von Manuela Schwesig belehren, wenn es um Anstand und Haltung in der deutschen Politik geht.“ An gleicher Stelle wies Bundeskanzler Friedrich Merz die Kritik von Schwesig am Umgang mit Bas zurück. „Meinungsverschiedenheiten in der Sache, ja. Diskussionen, ja, wenn es unbedingt sein muss. Aber diese Herabsetzung akzeptieren wir nicht“, erklärte er mit Blick auf den Vorwurf, die Union habe sich „unmenschlich“ verhalten. Er werde seinem Koalitionspartner entgegentreten, wenn dieser „ohne jeden erkennbaren Grund unsere Politik und unser Miteinander als unmenschlich bezeichnet“.