Nach mehr als 15 Jahren hat das ZDF die Umwelt-Dokumentationsreihe „Im Einsatz für …“ mit Hannes Jaenicke im Dezember eingestellt. Über das Ende der Sendung zeigt sich der Schauspieler nun sehr enttäuscht. Wie Jaenicke im Interview mit dem „Berliner Kurier“ (verlinkt auf https://www.berliner-kurier.de/show/hannes-jaenicke-platzt-wegen-zdf-der-kragen-die-traurige-wahrheit-li.10019049) am Rande der „ARD Blue Hour“ erklärte, hätte er das Format gern fortgeführt. „Ich hätte die Sendung wahnsinnig gerne weiter gemacht“, sagte der 65-Jährige. Er vermutet jedoch, dass Umwelt- und Tierschutzthemen derzeit weniger gefragt seien. „Das ‚Traumschiff‘ fährt weiter und meine kleine Sendung wird abgesetzt?“, kritisierte er. Die Reihe, die seit 2008 produziert wurde, beschäftigte sich mit Umwelt- und Artenschutzfragen. Jaenicke reiste dafür weltweit, dokumentierte Missstände in Aquafarmen und kritisierte unter anderem Massentierhaltung sowie Überfischung. Nach eigenen Angaben erzielte das Format gute Quoten und wurde mehrfach ausgezeichnet. Das ZDF begründete die Absetzung nicht öffentlich im Detail. Jaenicke äußerte im Gespräch grundsätzliche Sorgen über das gesellschaftliche Interesse an Umweltfragen. Er beklagte eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber Klima- und Tierschutzthemen. Auch aktuelle Entwicklungen wie das Comeback von Pelzmode oder steigender Fleischkonsum kritisierte er scharf: „Die Leute denken einfach nicht mehr nach. Und sie haben offensichtlich auch den moralischen Kompass verloren. Da fällt mir nur ein Satz ein: Lieber Gott, wirf Hirn vom Himmel!“ Auch an der jungen Generation lässt er kein gutes Haar: „So dumm, wie diese Generation durch Social Media gemacht wird, ist da meiner Meinung nach Hopfen und Malz verloren.“ Der Schauspieler engagiert sich seit Jahren für Umwelt- und Tierschutz. 2023 wurde er mit dem Deutschen Tierschutzpreis in der Kategorie „Stimme für die Tiere“ ausgezeichnet. Trotz des Endes seiner ZDF-Reihe kündigte Jaenicke an, sein Engagement fortsetzen zu wollen.