Welt 22.01.2026
10:01 Uhr

Deutscher Spielwarenriese mit 2000 Mitarbeitern meldet Insolvenz an


Einer der größten Spielwarenhändler Deutschlands steht vor dem Aus: Rofu Kinderland hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Der Betrieb laufe vorerst regulär weiter, teilt das Unternehmen mit. Es werde ein neuer Investor gesucht.

Deutscher Spielwarenriese mit 2000 Mitarbeitern meldet Insolvenz an

Mit 104 Filialen in sieben Bundesländern zählt Rofu Kinderland zu den größten Spielwaren- und Babyfachmärkten im Südwesten Deutschlands. Jetzt steckt der Spielwarenhändler offenbar in einer schweren Krise. Wie die „Bild“-Zeitung (verlinkt auf https://www.bild.de/news/inland/spielwarenhaendler-mit-2000-mitarbeitern-und-mehr-als-100-filialen-insolvent-6970f3150e35312f49654dbd) berichtet, hat das Unternehmen mit rund 2000 Mitarbeitern Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Demnach habe das Amtsgericht Idar-Oberstein das vorläufige Verfahren bereits am 19. Januar eingeleitet. Das bestätigte das Unternehmen am Mittwoch. Die vorläufige Sachwalterin Annemarie Dhonau sagte der „Bild“: „Das Eigenverwaltungsverfahren eröffnet dem Unternehmen eine Perspektive für die Zukunft.“ Sie werde das Verfahren in den kommenden Monaten im Interesse der Gläubiger begleiten. Die Geschäftsführung des Händlers kündigte an, das Unternehmen sowie alle 104 Filialen langfristig erhalten zu wollen. Dazu werde ein neuer Investor gesucht. Die Geschäftsführer Michael Fuchs und Michael Edl sollen in ihrem Amt verbleiben und bei der Sanierung des Unternehmens von Spezialisten unterstützt werden. Bereits in den vergangenen Monaten sei ein Sanierungskonzept erarbeitet worden. Als Gründe für die Schieflage nennt die Geschäftsführung unter anderem das schwache Weihnachtsgeschäft, gestiegene Kosten sowie die generelle Kaufzurückhaltung von Kunden. In einer Mitteilung schreibt das Unternehmen, dass die Insolvenz vorerst keine unmittelbaren Folgen für den weiteren Betrieb haben werde: „Unsere Fachmärkte bleiben zu den gewohnten Zeiten geöffnet und der Geschäftsbetrieb geht in allen Filialen uneingeschränkt weiter“, heißt es. Über das Insolvenzgeld seien auch die Gehälter der 1970 Mitarbeiter für die kommenden drei Monate gesichert. Rofu Kinderland wurde 1984 mit Sitz im rheinland-pfälzischen Hoppstädten-Weiersbach gegründet. Das Unternehmen verkauft eigenen Angaben zufolge rund 20.000 Artikel an Spielwaren, Babyartikeln sowie Bastel- und Schulbedarf.