Welt 27.01.2026
15:50 Uhr

Der deutsche Fußball trauert um Eugen Strigel


70 Bundesliga-Spiele, ein Pokalfinale und 15 Jahre Nachwuchsarbeit: Eugen Strigel zählte zu den prägenden Schiedsrichtern des DFB. Nun ist der frühere Referee, Lehrwart und TV-Experte im Alter von 76 Jahren gestorben.

Der deutsche Fußball trauert um Eugen Strigel

Eugen Strigel ist tot. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/article69786e3efe9fcdf90e7cab84/bundesliga-der-deutsche-profi-fussball-gruendet-eine-voellig-neue-liga.html) aus Familienkreisen erfuhr, starb der frühere Bundesliga-Schiedsrichter und spätere Lehrwart im Alter von 76 Jahren. „Wir sind tieftraurig und bestürzt von Eugens Tod. Noch bis vor einigen Monaten war er jede Woche unterstützend im Video-Assist-Center in Köln im Einsatz, zuletzt begleitete er mich bei manchen Beobachtungen im Stadion. Er wird uns nicht nur als stets kompetenter Ansprechpartner oder Motivator fehlen, sondern in erster Linie auch als Mensch und Freund“, sagte Knut Kircher, Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH. „Pfiff des Tages“ im „Aktuellen Sportstudio“ Strigel leitete in seiner Laufbahn zwischen 1987 und 1995 70 Bundesliga-Partien (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/) und beendete seine aktive Karriere mit dem DFB-Pokalfinale 1995 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg (3:0). Danach wurde der Schwabe Schiedsrichter-Lehrwart. 15 Jahre kümmerte er sich um die Aus- und Weiterbildung der deutschen Referees. Von 1998 bis 2010 war er stellvertretender Schiedsrichter-Chef des DFB. Bekanntheit erlangte er auch durch den „Pfiff des Tages“. Ein Format, mit dem Strigel im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF die Schiedsrichterleistungen bei der WM 2002 und der EM 2004 sowie Entscheidungen seiner ehemaligen Kollegen in der Bundesliga kommentierte.