Die dänische Ostseeinsel Bornholm war über Stunden von einem massiven Stromausfall betroffen. Grund war laut der dänischen Tageszeitung „ Jyllands-Posten (verlinkt auf https://jyllands-posten.dk/indland/ECE18939835/hele-bornholm-er-ramt-af-stroemafbrydelse-efter-fejl-paa-soekabel?utm_source=dlvr.it) “ ein Defekt an einem Unterseekabel. Das Versorgungsunternehmen Trefor schrieb auf seiner Webseite (verlinkt auf https://www.trefor.dk/) , dass es auf der gesamten Insel zu Stromausfällen und Ausfällen bei der Wasser-, Heizungs- und Kommunikationsversorgung kommen kann. Laut Trefor waren 18.572 Haushalte von dem Stromausfall betroffen. Der Ausfall war am Vormittag um kurz nach 10 Uhr aufgefallen. Um 14 Uhr war die Stromversorgung in allen Haushalten wiederhergestellt. Die Bornholmer Polizei ermittelte wegen des Stromausfalls, teilte die Pressestelle des Polizeibezirks der Nachrichtenagentur Ritzau mit. „Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich ziemlich sicher, dass es sich um eine Überbelastung des Kabels handelt und nichts mit Terror oder Ähnlichem zu tun hat“, sagte Per Sørensen, Versorgungsdirektor von Trefor El-Net Øst, dem dänischen Rundfunk. In jüngster Zeit sind immer wieder Kabel und Leitungen in der Ostsee beschädigt worden. Die Ursache dahinter ist jeweils unklar, doch in mehreren Fällen wird Sabotage vermutet. Bornholm ist eine dänische Ostseeinsel vor der Südküste Schwedens mit etwa 40.000 Einwohnern, die sich auf einer Fläche von knapp 590 km² verteilen. Demnach war etwa jeder zweite Bewohner der Insel von dem Stromausfall betroffen. Insel mit hoher militärischer Bedeutung Bornholm ist von hoher strategischer Bedeutung (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/plus241937835/Bornholm-Eroberung-durch-Russland-waere-nur-eine-Frage-von-Stunden.html) für die militärische Kontrolle der Ostsee. Zuletzt gab es wiederholt Verletzungen des dänischen Luftraums und der Hoheitsgebiete rund um die Insel durch russische Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe. Am 26. September 2022 ereigneten sich zudem an den beiden Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 nahe der dänischen Insel mehrere Explosionen (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article691e1ee276d3bd8e531d0983/nord-stream-sprengung-italien-erlaubt-auslieferung-von-verdaechtigem-ukrainer-an-deutschland.html) . Drei der vier Stränge der beiden Leitungen wurden dabei schwer beschädigt. Die mutmaßlichen Täter sollen über Mittelsmänner eine Segeljacht in Rostock gemietet und damit den Sprengstoff zu den Gasleitungen gebracht haben. Ermittler fanden an der „Andromeda“ später Spuren von Sprengstoff.