In der kalten Jahreszeit steigt bei vielen Singles (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/singles/) der Druck, doch noch jemanden kennenzulernen. „Cuffing Season“, in Anspielung an den englischen Begriff für Handschellen, werden diese Monate manchmal genannt. Doch wenn man sich dann endlich mit einem Match der üblichen Dating-Apps im echten Leben trifft, fällt die Kommunikation manchmal schwer. Welche Fragen soll man nur stellen, um einerseits das Date besser kennenzulernen, es auf der anderen Seite aber auch nicht zu verschrecken? Wie dieser Balance-Akt besser gelingen kann, haben die Experten der Hinge (verlinkt auf https://www.welt.de/iconist/service/plus241397549/Dating-App-Hinge-im-Test-Besser-als-Tinder-und-Co.html) -Labs im Rahmen ihres aktuellen „ D.A.T.E.-Reports (verlinkt auf https://hinge.co/de-de/newsroom/2025-GenZ-Report) “ einmal genauer untersucht und weltweit mehr als 30.000 Menschen befragt. Zu den Ergebnissen kommen wir gleich. Ganz abgesehen von deinen Flirt- und Kommunikation-Skills würden wir aber gerne noch wissen: Dating: Diese Arten von Fragen kommen bei Singles besonders gut an Für den Report befragte Hinge Labs 2025 weltweit rund 30.000 Menschen aller Geschlechter, sexuellen Orientierungen und in allen Altersgruppen, die aktuell auf Partnersuche sind oder jemanden kennenlernen wollen – darunter etwa 4.500 aus Deutschland. Die Ergebnisse wurden auf Unterschiede zwischen der Generation Z (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/generation-z/) , also den 18- bis 28-Jährigen, und Millennials im Alter zwischen 29 und 42 Jahren untersucht und nach heterosexuellen, LGBTQIA+ und nicht binären Identitäten unterteilt. Dabei zeigt sich im Hinblick auf Fragen beim ersten Date: Die meisten wünschen sich tiefgründige Gesprächsaufhänger, insbesondere in der jungen Gen Z: 84 Prozent der Befragten in dieser Altersklasse möchten vor allem eine tiefere emotionale Verbindung aufbauen. Damit das nächste Date nicht bei oberflächlichem Small Talk (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/smalltalk/) hängenbleibt, wurde in der Umfrage auch gefragt, welche Arten von Fragen bei einem Kennenlernen besonders geschätzt werden. Drei Fragetypen gelten dabei als besonders vielversprechend: • Rückfragen: 61 Prozent der Gen Z schätzen es, wenn auf etwas, das zuvor gesagt wurde, eingegangen wird. • Fragen nach persönlichen Interessen: 50 Prozent aller Altersgruppen finden es wichtig, nach persönlichen Interessen gefragt zu werden. • Fragen nach Werten: 49 Prozent aller Befragten legen außerdem Wert darauf, nach ihren persönlichen Werten im Hinblick auf Dinge wie Moral, Politik, Sexualität oder Religion gefragt zu werden. Das Gespräch bewusst zu steuern lohne sich, wie die Umfragewerte belegen. 85 Prozent der Befragten sagen, sie würden eher ein zweites Treffen vereinbaren, wenn ihnen beim ersten Date (verlinkt auf https://www.welt.de/iconist/partnerschaft/article692446ed637be5004f6da6b5/erstes-date-mit-dieser-methode-kommt-man-einander-naeher-als-bei-jedem-candle-light-dinner.html) aufmerksame Fragen gestellt wurden. 90 Prozent der Frauen finden zudem, dass es wichtiger sei, dass ein potenzieller Partner aktiv am Gespräch teilnehme, als die Wahl des Datingortes. Klingt in der Theorie nachvollziehbar, in der Praxis gibt es jedoch ein Problem: Zwar wünschen sich alle Singles tiefgründige Fragen beim ersten Date. Die meisten finden aber, dass ihnen oft nicht genügend solcher Fragen gestellt werden. Noch schlimmer: Unter den Befragten in der Gen Z glauben 62 Prozent, genau solche aufmerksamen Fragen zu stellen, aber nur 30 Prozent finden, dass sie auch genug gefragt wurde. Du bist noch Single? Auch das Timing spielt eine Rolle Die Gründe für diese verzerrte Wahrnehmung sind unklar. Eine Rolle kann dabei natürlich die eigene Erwartung spielen. Wer also im Vorfeld bereits einen genauen Fragenkatalog im Kopf hat, den das Gegenüber im Idealfall abarbeiten soll, kann nur enttäuscht werden. Neben der Art der Fragen spielt beim Kennenlernen allerdings auch das Timing eine Rolle. Die Auswertung der Nutzerdaten verschiedener Onlinedating-Apps (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/dating-apps/) zeigt, dass besonders am ersten Sonntag im neuen Jahr die Aktivität der Singles dort ansteigt. Man spricht vom „Dating Sunday“. Auf Tinder etwa gehen an diesem Tag die Direktnachrichten um fast zehn Prozent nach oben und es gibt bis zu sechs Prozent mehr Matches, wie der „ Year in Swipe (verlinkt auf https://de.tinderpressroom.com/tinderyearinswipe2025) “-Report des Unternehmens zeigt. Der fällt 2026 auf den vierten Januar – und auch hier gibt es nochmals bestimmte Uhrzeiten, wann man Likes und Swipes am besten verteilen oder Nachrichten schreiben sollte. Bei den Deutschen Hinge-Usern etwa war in diesem Jahr am Dating Sunday die beste Zeit für Likes 19 Uhr und für Nachrichten um 21 Uhr. Generell sind übrigens Sprachnachrichten besonders erfolgversprechend, um ein Match besser kennenzulernen: Im Jahr 2025 führten Unterhaltungen mit Sprachnachrichten (verlinkt auf https://www.welt.de/iconist/partnerschaft/article239569927/Sprachnachrichten-Warum-junge-Menschen-sie-lieben-und-aeltere-sie-hassen.html) 41 Prozent häufiger zu einem Date. Also: Vielleicht häufiger mal ins Smartphone sprechen! Sabine Winkler berichtet als freie Autorin für WELT regelmäßig über Familienthemen, Reise und Popkultur. Jeden Montag erscheint ihr Newsletter „ Läuft bei uns – der Familien-Newsletter (verlinkt auf https://steady.page/de/laeuft-bei-uns-der-familien-newsletter/newsletter/sign_up) “, in dem sie über ihr Leben als Mama schreibt.