Nach der ersten Lesung des Gesetzentwurfes steht der Umbenennung des Bürgergelds in Grundsicherung nicht mehr viel im Wege. Formulare und Webseiten müssen neu gestaltet werden, und die betroffenen Personen müssen noch vorhandene Bürgergeldbestände in Grundsicherungsscheine umtauschen. Das Motto der Regierung heißt Fordern und Fordern, man will das Fordern fördern. Schon jetzt gibt es viel Kritik an dem neuen Gesetz, sodass man damit rechnen kann, dass im nächsten Jahr eine weitere Umbenennung unumgänglich wird. Im Gespräch ist Almosen II, womit signalisiert wird, dass es sich um eine härtere Form der Mildtätigkeit handelt, die vom Almosenempfänger auch Gegenleistungen fordert. Möglich wäre es aber auch, den ganzen Bums in Hartz V oder gar Hartz VI umzutaufen, damit auch dem Letzten klar wird, was die Stunde geschlagen hat. Ebenfalls im Gespräch sind die Bezeichnungen Obolus oder Gnadenbrot, das dann auch schon die Währung anzeigt, in der die staatliche Beihilfe ausgezahlt wird. Und wer seine Miete nicht mehr zahlen kann, darf dauerhaft in einem ausgehöhlten Gnadenbrot wohnen.