Vorsicht auf dem Weg zur Arbeit: Schnee und Regen können auch heute Morgen den Berufsverkehr ausbremsen. Fußgänger müssen sich auf glatte Wege einstellen. In der Nacht blieb es zunächst weitestgehend ruhig, es kam nur zu wenigen Glätteunfällen. Verletzte gab es bisher nicht. Selbst im verschneiten Nordbayern entspannte sich die Lage etwas, wie Polizeipräsidien mitteilten. In Teilen Frankens bleiben allerdings zahlreiche Straßen vorsorglich auch am Morgen gesperrt, weil Bäume umstürzen oder Äste abbrechen könnten. Bereits am Montag hatten Fahrer, Reisende und Fußgänger mit den Folgen von Schnee und Eisregen zu kämpfen (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6976e0f926f4157be6304842/wetter-hunderte-unfaelle-in-vielen-regionen-deutsche-bahn-bundesweit-beeintraechtigt-schulausfaelle-im-norden.html) – und die Glatteisgefahr ist noch nicht gebannt: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in den nächsten Tagen einen Mix aus Regen und Schnee. Vor allem in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen. Der DWD gab für große Teile Deutschlands eine Warnung vor „markanter Glätte“ heraus. Sie gilt bis in den späten Dienstagmorgen hinein von Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg über Niedersachsen, große Gebiete NRWs, Hessen bis zur Mitte Bayerns. Es wurde empfohlen, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch in anderen Landesteilen wurde Glätte nicht ausgeschlossen. Im Osten und in Teilen der Mitte bis nach Niederbayern muss weiter mit Schneefall gerechnet werden. In Staulagen erwartet der DWD noch einmal bis zu zehn Zentimeter Neuschnee. Im höheren Bayerischen Wald seien Schneeverwehungen möglich. Eine Front mit Niederschlägen überquerte Deutschland seit Sonntagabend von Südwesten nach Nordosten. Auf glatten Straßen ereigneten sich bereits zu Wochenbeginn Hunderte Unfälle. Meist blieb es bei Blechschäden. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Strecken. Bahn rechnet mit vereisten Weichen Mit Weichenstörungen, vereisten Oberleitungen und Schneeverwehungen hatte die Bahn zu Wochenstart zu kämpfen. Heute will sie wieder Fernverkehrszüge in Richtung Ostsee fahren lassen. Mit Betriebsbeginn am Morgen sollten die Verbindungen wieder aufgenommen werden, teilte das Unternehmen mit. Zu Wochenbeginn fuhr kein Fernverkehr auf den Strecken Berlin-Stralsund und Berlin-Rostock. Behinderungen gab es in anderen Regionen. Mit Blick auf Prognosen, wonach es am Dienstagnachmittag in Teilen Nordrhein-Westfalens, Hessens und Baden-Württembergs gefrierenden Regen mit erheblicher Glättegefahr geben könnte, schrieb die Bahn: „Das kann zu Vereisungen von Weichen und Oberleitungen führen und den Bahnverkehr vorübergehend beeinträchtigen.“ Weiter kein Tramverkehr in Berlin In Berlin wurde der Straßenbahnverkehr am Montagmorgen wegen vereister Oberleitungen eingestellt. Der Verkehr bleibe auf jeden Fall auch am Dienstagvormittag weiter eingestellt, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit. „Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an.“ Schulausfälle in mehreren fränkischen Landkreisen Zu Wochenbeginn kam mancherorts auch der Busverkehr zum Erliegen – deswegen blieben viele Schulen geschlossen. Auch heute dürfte nicht alles nach Plan laufen: Wegen des Winterwetters mit heftigen Schneefällen haben mehrere fränkische Landkreise den Präsenzunterricht abgesagt. Nach einer Liste des Kultusministeriums soll es in mehreren Landkreisen sowie in den Städten Nürnberg, Erlangen, Forchheim, Bamberg und Fürth keinen Unterricht an den Schulen geben. 30 Tote bei Wintereinbruch in den USA Auch wenn große Teile Deutschlands unter einer weißen Schneedecke liegen – die Menge reicht nicht an die Schneemassen in den USA heran. In vielen US-Städten müssen sich die Menschen wegen eines verheerenden Wintersturms durch regelrechte Schneehaufen kämpfen. Im New Yorker Central Park lag der Schnee laut dem Sender CBS News am Sonntag mit fast 30 Zentimetern so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Für fast 90 Millionen Menschen des Landes galten am Montag Warnungen vor extremer Kälte des US-Wetterdienstes. Die Auswirkungen von Eiseskälte und Schneesturm forderten Medienberichten zufolge bereits 30 Tote. Gut eine halbe Million Stromkunden waren am Montagabend (US-Ostküstenzeit) von Versorgungsausfällen betroffen. In Washington bleiben öffentliche Schulen heute geschlossen. Die chaotische Situation im Flugverkehr mit tausenden Ausfällen dürfte sich in den nächsten Tagen aber etwas bessern.