Nach reichlich Schnee und Glätte in mehreren Bundesländern müssen sich am Donnerstag besonders die Menschen im Osten Deutschlands auf glatte Wege und Straßen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst erwartete vor allem für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin gebietsweise Glatteis (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article697bbcacfa531953d521547f/berlin-verkehrssenatorin-kuendigt-nun-doch-einsatz-von-streusalz-gegen-glaette-an.html) durch gefrierenden Regen. Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr seien möglich. Eis und Glätte führten am Morgen bereits zu Einschränkungen im Berliner U-Bahnnetz. Die Linie U2 ist den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) zufolge teilweise unterbrochen. Am Berliner Flughafen BER können aktuell keine Flugzeuge starten. „Aktuell finden am Flughafen BER aufgrund der Witterungsverhältnisse keine Starts statt“, sagte eine Sprecherin. Aufgrund schnell gefrierenden Regens sei eine Enteisung der Flugzeuge derzeit nicht möglich. Davon seien derzeit nur Starts betroffen, Flugzeuge in der Luft könnten derzeit am BER landen. Wie lange keine Maschinen an dem Flughafen abheben können, sei noch nicht klar. Passagiere müssten mit Flugausfällen sowie massiven Verspätungen rechnen und seien gebeten, bei den Airlines den Flugstatus zu prüfen. Zugausfälle und Verspätungen zwischen Hannover und Berlin Auch der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist betroffen. Das Winterwetter sorgt zwischen Hannover und Berlin für Zugausfälle und Verspätungen. Betroffen ist unter anderem der ICE-Sprinter zwischen Berlin und Bonn, der über Hannover und Köln fährt, wie die Bahn online mitteilte. Das gilt auch etwa für die ICE-Linie von Berlin über Braunschweig und Frankfurt nach Karlsruhe sowie die ICE-Linien Berlin - Hannover - Münster - Dortmund - Köln - Aachen und Berlin - Hannover - Bremen - Oldenburg. Unwetterwarnungen fast in ganz Ostdeutschland Amtliche Unwetterwarnung des DWD galten bis zum Morgen für Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Berlin. Die Menschen wurden aufgefordert, äußerst vorsichtig zu sein und den Aufenthalt im Freien sowie Fahrten mit dem Auto zu vermeiden oder das Verhalten im Straßenverkehr anzupassen. Auf allen Verkehrswegen seien Einschränkungen möglich. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben . Von der Nordseeküste bis an den Alpenrand: Glatte Straßen erwartet der Wetterdienst auch für viele andere Teile des Landes. Wegen des Winterwetters fällt auch am Donnerstag in mehreren Regionen Niedersachsens der Präsenzunterricht aus. Wetterdienst warnt vor unwetterartiger Glätte Auch im Laufe des Tages bestehe im Osten gebietsweise Gefahr von Glatteis durch gefrierenden Regen – örtlich sei auch Unwetter möglich. Schneien soll es am Morgen laut DWD vor allem in Niedersachsen. Tagsüber sei dann vor allem in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, ebenfalls Neuschnee möglich. Erwartet werden Mengen zwischen ein und fünf Zentimeter. Laut Wetterdienst kann es im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sowie auf Teilen Usedoms zu gefrierendem Regen mit unwetterartiger Glätte kommen. Die Temperaturen liegen dabei laut DWD bei maximal minus drei bis plus zwei Grad im Osten und Nordosten. Im Südwesten und Westen seien Höchsttemperaturen von bis zu acht Grad, im Breisgau bis zehn Grad möglich. Bereits die vergangenen Tage hatte sich Deutschland bei der Wetterlage zweigeteilt gezeigt: Frost im Nordosten mit Minusgraden, und teils zweistellige Höchstwerte im Westen, Südwesten und am zeitweise föhnigen Alpenrand. Frühlingshafte Temperaturen im Westen Am Donnerstag kann es in Nordrhein-Westfalen zuerst noch ungemütlich werden. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) kann es in der Früh noch glatt auf den Straßen sein und im äußersten Norden ist mit Regen zu rechnen. Im weiteren Verlauf kann es aufklaren und im Rheinland erreichen die Temperaturen Höchstwerte von acht Grad. Die Nacht auf Freitag soll weitestgehend trocken bleiben, vereinzelt ist laut der Vorhersage allerdings Glatteis möglich. Die Temperaturen liegen zwischen zwei und minus zwei Grad. Am Tag soll es meistens stark bewölkt bleiben und im Südwesten kann Regen aufziehen. Die Temperaturen liegen bei etwa drei Grad im Nordosten und Sauerland und etwa acht Grad im Südwesten.