Welt 28.12.2025
13:01 Uhr

CDU-Wirtschaftsrat will Renteneintritt auf über 67 Jahre erhöhen


Der CDU-nahe Wirtschaftsrat fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Rentenpolitik – mit einem späteren Renteneintrittsalter und Reformen nach skandinavischem Vorbild. Nur so lasse sich das Umlagesystem angesichts des demografischen Wandels dauerhaft stabilisieren.

CDU-Wirtschaftsrat will Renteneintritt auf über 67 Jahre erhöhen

In der Debatte um die Zukunft der Rente (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/rente/) in Deutschland tritt der CDU-Wirtschaftsrat für einen späteren Renteneintritt als mit 67 ein. Erforderlich sei eine „konsequente Erhöhung des Renteneintrittsalters auch über den 67. Geburtstag hinaus“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Angesichts der demografischen Veränderungen und der steigenden Belastung des Umlagesystems ist es an der Zeit, die Struktur der Altersvorsorge zu modernisieren und zukunftsfest aufzustellen.“ Derzeit berät eine Kommission im Auftrag der Bundesregierung über eine weitere Rentenreform, nachdem Schwarz-Rot im Dezember bereits das Absicherungsniveau der Rente für die kommenden Jahre stabilisiert hatte. Mit diesem Schritt zog die Koalition Kritik vieler Ökonomen auf sich. Denn die beschlossene Haltelinie für das Rentenniveau im Verhältnis zu den Löhnen kostet den Staat Milliardensummen. Bezahlt werden soll damit, dass die Renten trotz der immer zahlreicheren Babyboomer weiter jedes Jahr an erwartete Lohnsteigerungen angepasst werden. Zu den umfangreichen Prüfaufträgen der Regierung an die Kommission zählt auch eine Überprüfung des gültigen Rentenalters, das bis 67 steigt. Der Wirtschaftsrat fordert bereits seit Längerem ein späteres Renteneintrittsalter, das an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden müsse. Dies würde die Rentenkasse in der aktuellen demografischen Lage stabilisieren. Vorbilder im Norden und Westen Nun verweist der CDU-nahe Wirtschaftsverband auf andere Länder, die ein höheres Rentenalter planen würden oder beschlossen hätten: Schweden, Dänemark, Niederlande. „Der Blick auf Länder wie Schweden, Dänemark oder die Niederlande zeigt uns, wie wichtig es ist, nachhaltige Lösungen zu entwickeln“, sagte Steiger. „Konsequente Erhöhung des Renteneintrittsalters auch über den 67. Geburtstag hinaus, Aufbau eines Kapitalstocks zur Altersvorsorge und Beteiligung der Rentnergeneration an den Lasten der Bevölkerungsalterung sind in diesen Staaten entscheidende Säulen für eine zukunftsfeste Alterssicherung.“