Welt 10.01.2026
11:40 Uhr

Brandstiftung an Trafohäuschen – 900 Haushalte in der Nacht ohne Strom


Weil Unbekannte mit Holz und Papier ein Trafohäuschen in Sachsen-Anhalt in Brand gesteckt haben, hatten über Nacht fast 900 Kunden keinen Strom – und das mitten in der Kältewelle. Der Anbieter reagierte schnell.

Brandstiftung an Trafohäuschen – 900 Haushalte in der Nacht ohne Strom

An einem Trafohäuschen in Großkayna, einem Ortsteil von Braunsbedra (Saalekreis), ist es wegen einer Brandstiftung in der Nacht zeitweise zu einem Stromausfall rund um den Ort gekommen. Wie eine Sprecherin des Netzbetreibers Mitnetz sagte, sei daraufhin das Umspannwerk notabgeschaltet worden. Infolgedessen seien 14 weitere Netzpunkte ohne Strom gewesen. In der Spitze seien von dem Stromausfall 897 Stromkunden in Großkayna und Teilen von Roßbach betroffen gewesen. Nach etwas mehr als einer Stunde seien die meisten Stationen durch Umschaltungen wieder versorgt worden. Am frühen Morgen konnten nach Angaben des Unternehmens auch die letzten Kunden wieder versorgt werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für einige Teile von Sachsen-Anhalt wegen „Elli“ Unwetterwarnungen herausgegeben. In dem Bundesland kam es zu Schneefällen und Minustemperaturen. Nach ersten Erkenntnissen des Netzbetreibers wurde ein Lüftungsgitter an der Station entfernt und Holz und Papier durch die Öffnung in die Station gedrückt, die dann angezündet wurden. Die Station müsse aufgrund der Brandschäden vollständig ersetzt werden. Wie die Polizeiinspektion Halle mitteilte, war ein Mitarbeiter des Energieunternehmens wegen einer Störung kurz vor Mitternacht zu dem Umspannwerk gefahren und hatte den Brand an einem Transformatorenhäuschen bemerkt. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Brandstiftung und Störung öffentlicher Betriebe auf. Eine Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.