Welt 03.02.2026
18:17 Uhr

Bizarres Eis-Spektakel ereignet sich vor Rügens Küste


Nicht nur in Grönland können Wanderer bizarr gezackte Eistürme bestaunen und auf Schollenbergen herumklettern. Dieser Tage geht das auch an der Ostseeküste. Frost und Wind sorgen für ein seltenes Naturschauspiel.

Bizarres Eis-Spektakel ereignet sich vor Rügens Küste

Eis und Wind bereiten derzeit der Schifffahrt an Mecklenburg-Vorpommerns Küste Probleme, sorgen aber auch für beeindruckende Naturschauspiele. Am Greifswalder Bodden hat der Wind Eisschollen zu Eisbergen aufgetürmt, die mehrere Meter hoch sind. Er sei schon in Grönland und Island gewesen, sagte etwa der Rüganer Gerald Schmidt in Palmer-Ort am Greifswalder Bodden. „Da sieht das auch so ähnlich aus.“ Das letzte Mal, dass es hier vor Ort ein derartiges Schauspiel gegeben habe, sei schon länger her. Hannes Knapp, ebenfalls von der Insel Rügen, sagte: „Das ist grandios.“ Die Eisfiguren erinnerten an das „Eismeer“-Gemälde von Caspar David Friedrich. Der romantische Maler, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewirkt hatte, holte sich seine Inspirationen auch in Vorpommern und stammt aus Greifswald auf der anderen Boddenseite. Der nordwestliche Teil des Greifswalder Boddens ist laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mit örtlich bis zu 25 Zentimeter dickem Eis bedeckt. Auch an anderen Stellen des Greifswalder Boddens findet sich sehr dichtes, meist bis zu zehn Zentimeter dickes Eis. Ebenso sind andere Boddengewässer rings um Rügen mit Eis bedeckt, ebenso andere geschützte Küstengewässer entlang der Ostseeküste. Laut Prognose wird sich auch weiter Eis bilden und seine Dicke zunehmen. Der Wind schiebt insbesondere vor der Ostküste Rügens und vor Usedom Eis zusammen.